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Neuss
Freiflächenkonzept für "Epanchoir" liegt vor

Neuss. Ein vom Förderverein finanziertes Modell soll die Funktion der historischen Wasserkreuzung zeigen.

Die Arbeiten zur Rekonstruktion der Wasserkreuzung "Epanchoir" an der Nordkanalallee streben ihrem Ende entgegen. Die Stadtverwaltung nimmt das zum Anlass, den Fokus auf die angrenzenden Freiflächen zu richten und Pläne für deren Gestaltung zu entwerfen - mit Infostelen, Aussichtspunkt und neuen Wegen. Im September soll auch das fertig sein.

91.000 Euro stehen in einem eigenen Posten zur Verfügung, um das technische Denkmal Epanchoir gut in Szene zu setzen. Das Geld kommt zu großen Teilen von der Kulturförderung des Landschaftsverbandes Rheinland, der NRW-Stiftung und dem Rhein-Kreis, wird aber auch von Spendern bezuschusst.

Die Summe reicht noch nicht, um alle Wünsche zu erfüllen. Für ein Modell der Wasserkreuzung, das deren mechanische Funktionsweise zeigen soll, will und muss sich der "Verein der Freunde und Förderer des historischen Nordkanals" als Initiator und Motor dieses Projektes noch einmal stark machen. Einen Standort für das Modell gibt es bereits, wann es aufgestellt wird, muss vorerst offen bleiben. In Arbeitsgruppen werde gerade an einer Lösung gearbeitet, die "vandalismus-sicher ist", berichtet Christoph Napp-Saarbourg, der Vorsitzende des Fördervereins.

Das Epanchoir wurde in napoleonischer Zeit an der Schnittstelle des - unvollendet gebliebenen - Nordkanals und der Obererft gebaut. Die Obererft sollte den Kanal mit Wasser speisen, das dieser durch Verdunstung, Versickerung oder die Schleusvorgänge verlor. Überschüssiges Wasser floss über ein Stauwehr in die Obererft. An diesem historischen Wehr wird ein Aussichtspunkt entstehen. Zu ihm führt ein Weg, der von einem nördlich des Epanchoir neu zu schaffenden Platz kommt und entlang der Obererft bis zur Selikumer Straße fortgeführt werden soll. Dieser Weg soll Bauwerk und Gewässerverlauf deutlicher kennzeichnen.

Zum Erleben kommt das Wissen um diesen historischen Ort. Das sollen zwei Stelen (eine davon als "Selfie-Punkt") und ein "Infoporticus" vermitteln. Letzterer wird rund um das bestehende alte Trafohäuschen entstehen, an dem etliche Schautafeln befestigt werden sollen.

(-nau)
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