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Neuss
Freithof als exotische Speise-Meile

Neuss. Beim Frühlingsfest der Kulturen drehte sich alles um besondere Spezialitäten.

Wer nur die gut-bürgerliche deutsche Küche gewohnt ist, der betrat beim Frühlingsfest der Kulturen auf dem Freithof am Wochenende vermutlich absolutes Neuland. Rund 15 unterschiedliche Kulturen kamen dort zusammen um sich und die Speisen ihrer Heimatnationen zu präsentieren. Hunderte Neusser nutzen die Gelegenheit und kamen bei gutem Wetter und südländischer Musik auf den Platz vor dem Münster - und probierten sich durch die Stände.

Da waren natürlich eine ganze Menge exotische Spezialitäten dabei. Zum Beispiel mit Reis und Rinderhack gefüllte Weinblätter aus der Türkei oder die gekochte Frucht "Ackee" mit Stockfisch und einem in Kokosmilch gekochtem Bohnen-Reis aus Jamaika. Klingt ganz schön schräg, "ist aber eine Spezialität auf Jamaika", sagt Juanita Douglas, die es in der provisorischen Karibik-Küche mitten in der City so richtig dampfen ließ. Genauso wie die Afrikaner nebenan, die kurzerhand Sardinen auf den Grill legten.

Etwas vertrauter dürften den Besuchern des beliebten Frühlingsfestes, das im vergangenen Jahr wegen des Pfingststurms "Ela" eine Zwangspause einlegen musste, hingegen die türkischen Spezialitäten wie etwa die Pizza namens "Lahmacun" gewesen sein.

Aber: Auch die Frauen des gemeinnützigen türkischen Kulturvereins überraschten mit Spezialitäten ihres Landes, die in Deutschland nur selten erhältlich sind. Darunter auch die Nudel-Speise "Manti", bei der es sich um kleine, mit Rinderhackfleisch gefüllte Nudeltaschen handelt, die alle einzeln per Hand geformt und in einer Joghurtsoße serviert werden. "Wir sind gerne auf dem Markt - schließlich wollen wir unsere Kultur vorstellen", sagt Ummahan Turan.

Viele Besucher wie Anne Bittins-Petak und ihr Mann Ivan Petak, der ursprünglich aus Kroatien stammt, waren gekommen, um sich einen Überblick über die kulturelle Vielfalt in Neuss zu verschaffen. "Hier können wir konkret erleben, was die einzelnen Kulturen genau ausmacht", sagt Anne Bittins-Petak.

Doch nicht nur Speisen waren Teil des Kulturfestes: Während die einen kulinarische Köstlichkeiten probierten und flotten Musiktiteln wie "Baila Baila" auf dem Marktplatz lauschten, bot der Kenianer Reuben Muluve etwa afrikanische Kunstwerke aus Speckstein an.

(cka)
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