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Neuss
Galka will "Schwatte Päd" pachten

Neuss: Galka will "Schwatte Päd" pachten
Jörg Geerlings und Eugen Friese (v.r.) wollen Werner Galka unterstützen, damit dessen Interesse am "Schwatte Päd" auch zu einem Pachtvertrag führt. FOTO: woi
Neuss. Neue Chance für das älteste Gasthaus am Niederrhein: Werner Galka, seit 16 Jahren Gastronom in Neuss und unter anderem Betreiber des Café Wunderbar, will das seit mehr als vier Jahren leer stehende Lokal "Em Schwatte Päd" übernehmen.

Verhandlungen mit der Brauereigruppe InBev (Diebels), die noch bis Ende 2020 Pächter des Lokals am Büchel ist, und der in Meerbusch lebenden Besitzerin sind schon weit gediehen, doch einen Vertragsabschluss macht Galka von einer Voraussetzung abhängig: Außengastronomie muss möglich sein. "Ohne mache ich es nicht."

Den Anstoß, sein vor Jahren erarbeitetes und dann erst einmal weggelegtes Konzept für das Haus hervorzukramen, hatte Galka durch die Bemühungen des Stadtverordneten Jörg Geerlings (CDU) erhalten. Der arbeitet zusammen mit dem Makler Jürgen Linnerz und dem langjährigen Unternehmensberater Eugen Friese seit Monaten an einer Lösung für das "Päd". Mit Planungsdezernent Christoph Hölters und Norbert Jurczyk organisierte er für Mittwoch einen Ortstermin, wo es nur um die Frage Außengastronomie ging.

Galka möchte an der Ecke Büchel/Sebastianusstraße Platz für 30 bis 40 Gäste schaffen, doch müsste er dazu bis zu zwei Stellplätze des dortigen Taxistandes in Anspruch nehmen. Diese Plätze sind so alt, dass sie in der Kennung der Taxifahrer noch mit "Quelle" bezeichnet sind (in Erinnerung an das gleichnamige Warenhaus), und dienen zugleich als Lieferzone für den benachbarten Rewe-Markt am Büchel. Erfreuliches Ergebnis der Besprechung aus Geerlings Sicht: Die Verwaltung hatte nicht Nein gesagt, zeigt sich wohlwollend.

Galka wäre bereit, einen Fünf-Jahres-Vertrag mit Verlängerungs-Option abzuschließen. Seine Idee: Ein Lokal mit etwas Museumscharakter, in dem die Biergeschichte dokumentiert wird und Tradition auch die Speisekarte bestimmt. "Keine Cocktailbar, kein Disco-Bunker", sagt Galka, für den "Schwatte Päd" auch ein Pfund in Tourismus-Konzepten für Neuss ist. "Ältestes Gasthaus am Niederrhein - da müsste man doch was draus machen können", sagt er.

(-nau)
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