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Neuss
Gesundheitsminister geht als Arzt

Neuss. Hermann Gröhe hat sich vom "Lukas" für Karnevalssitzung ausstatten lassen.

Gerne sagt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe folgenden Satz: "Ich bin nicht der oberste Arzt." Das stimmt ja auch - fast immer. Denn der Karneval macht's möglich. Nach Einladung von Julia Klöckner, CDU-Chefin in Rheinland-Pfalz, zur Fernsehsitzung "Mainz bleibt Mainz" brauchte Hermann Gröhe ein passendes Kostüm. Erste Hilfe für den Bundesgesundheitsminister kam aus dem Neusser Lukaskrankenhaus. Dort wandelte sich der Minister - erst noch zur Probe - zum Arzt.

"Drunter" im klassischen OP-Grün, drüber mit blütenweißem Kittel, dazu Stethoskop, HNO-Spiegel und, für den Fall der Fälle, auch noch ausgerüstet mit OP-Handschuhen und Mundschutz, kann sich Hermann Gröhe jetzt beruhigt auf Weg von Neuss nach Mainz machen. Die Idee, den Bundesgesundheitsminister passenderweise als Arzt zu verkleiden, hatte die Frau des Ministers. "Sie hat bei uns angerufen und gefragt, wo sie denn geeignete Utensilien herbekomme", berichtet die Sprecherin des Lukaskrankenhauses, Ulla Dahmen. Der kaufmännische Geschäftsführer des "Lukas", Dr. Nicolas Krämer, besorgte dem Minister prompt ein passendes Kostüm. Hermann Gröhe, dessen Kinder im Lukaskrankenhaus zur Welt kamen, wird den sogenannten Visitenkittel mit eingesticktem Namen zwar auch nach Karneval behalten dürfen. "Doch die anderen Utensilien sind Eigentum des Krankenhauses und nur geliehen - die muss er später wieder zurückgeben", berichtet Dahmen und sagt: "Bei der Anprobe in unseren Räumen hatte der Minister richtig Spaß."

Jetzt bleibt für den "Arzt" Hermann Gröhe für den närrischen Abend in Mainz nur noch eine Frage zu klären: Wagt er sich in den nicht ganz so eleganten OP-Schuhen aus Gummi aufs Tanzparkett, oder wird er sie wechseln?

Die Karnevalssitzung mit dem verkleideten Minister wird am kommenden Freitag, 5. Februar, ab 20.15 Uhr, live im ZDF übertragen.

Quelle: NGZ
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