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Neuss
Gewerkschaft: Stadtverwaltung im Krisenmodus

Neuss. Zum Dienstantritt hatte Rainer Dankelmann Bürgermeister Reiner Breuer als neuem "Spielführer" der Rathausmannschaft einen Fußball geschenkt. Drei Forderungen hatte der Vorsitzende der Kommunalgewerkschaft für Beamte und Arbeitnehmer (komba) auf dessen Felder geschrieben: Nachwuchsgewinnung. Mitarbeitermotivation. Und: Einstellungsstopp. Zufrieden stellt Dankelmann fest, dass diesen Denkanstößen Taten folgten und zum Beispiel die Zahl der Auszubildenden deutlich erhöht wird.

"Der Überalterung der Mitarbeiterschaft entgegenzusteuern, war nicht nur aufgrund der Flüchtlingssituation dringend erforderlich", sagt Dankelmann zur Erklärung. Doch unter dem Strich sieht er die Stadtverwaltung in einem akuten Krisenmodus. "Jetzt rächt sich, dass in den vergangenen Jahren die Personalausstattung besonderes eng auf Kante genäht war", sagt Dankelmann. Er sieht die Verwaltung für den Berg an Arbeit, den Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge mit sich bringen, "personell in keiner Weise gerüstet.

" Die Stadt musste bereits mehr als 30 neue Mitarbeiter für diese Aufgaben einstellen, aber auch viele Angehörige der Stammbelegschaft kümmern sich neben ihrer eigenen Aufgabe zusätzlich um diese Anliegen. Reiner Dankelmann: " Hoffentlich wissen das die Verantwortlichen auch zu schätzen."

(-nau)
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