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Neuss
Gisela Welbers führt Eine-Welt-Initiative

Neuss. Weil die Vorsitzende auch bei der NEWI beschäftigt ist, erhält der Dachverband einen Aufsichtsrat. Von Christoph Kleinau

Gisela Welbers ist neue Vorsitzende der Neusser Eine-Welt-Initiative (NEWI). Weil die 63-Jährige, die seit 15 Jahren als Promotorin bei der NEWI beschäftigt ist, damit ihre eigene Angestellte wäre, wurde in die Vereinsführung noch ein Aufsichtsrat eingearbeitet. "Anders ging es nicht", sagt Welbers. Denn in den 28 Mitgliedsgruppierungen unter dem Dach der NEWI fand sich niemand sonst bereit, den Vorsitz zu übernehmen.

Der geschäftsführende Vorstand wurde bei der Mitgliederversammlung im Café Flair auf zwei Personen reduziert. Neben Welbers, die die inhaltlich-konzeptionelle Arbeit vorantreiben und die NEWI nach außen repräsentieren soll, wird Ruth Goeke für Finanzen und Personal tätig sein. Goeke, die über die Eine-Welt-Arbeit der evangelischen Kirchengemeinde Neuss-Süd zur NEWI gekommen war, gehörte dem alten Vorstand schon als Schatzmeisterin an. Den Aufsichtsrat als Dienst- und Finanzaufsicht des geschäftsführenden Vorstandes und der Promotorin Welbers bilden Ingrid Dreyer, die die evangelische Jugendarbeit auf der Furth verantwortet, Dirk Stenmanns aus der St.-Konrad-Gemeinde und Hermann Olzem (Dreikönigengemeinde).

Nachdem Satzungsänderung und Vorstandswahlen bewältigt sind, hofft Welbers nun auf eine Rückkehr normaler Verhältnisse. Die tägliche Routine war auch lange durch die Suche nach einer neuen Geschäftsstelle belastet, da die seit NEWI-Gründung genutzten Räume im Martin-Luther-Haus an der Drususallee nicht mehr zur Verfügung standen. Seit Ende März residiert die NEWI nun in einem ehemaligen Ladenlokal an der Ecke Further Straße/Marienstraße - und hat dort seit einigen Tagen sogar auch wieder Telefon, berichtet Welbers.

Die NEWI als Dachverband koordiniert die Arbeit der 28 angeschlossenen Vereine, Verbände, Gruppierungen und Kirchengemeinden, die sich der Eine-Welt-Arbeit oder dem fairen Handel zugewandt haben. Dazu gehört auch, öffentliche Aktionen wie etwa zum Welt-Aids-Tag im Dezember oder zum Hansefest auf die Beine zu stellen. Und weil Neuss eine "Fair-trade-town", also eine anerkannte Stadt des fairen Handels ist, gehört die NEWI als geborenes Mitglied zur Steuerungsgruppe für diese Aktivitäten.

Welbers bleibt neben der neuen Aufgabe als Vorsitzende eine - vom Land mitbezahlte - Promotorin, die in 34 Kommunen am linken Niederrhein die Eine-Welt-Arbeit befördern soll. Ausgelastet war sie schon damit, aber den Verein konnte sie auch nicht sich selbst überlassen.

Quelle: NGZ
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