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Neuss
Grefrather Schützen sorgen sich um Pfarrheim-Zukunft

Neuss. Eine Tanzdarbietung der Damen des Hofstaates, für den diese seit Monaten trainiert haben, war glanzvoller Höhepunkt des Krönungsballes, mit dem am Dienstagabend das Schützenfest in Grefrath endete. Der Ausmarsch für den Schützenkönig wurde um 1.30 Uhr am Mittwochmorgen intoniert, doch ging es danach noch eine Weile im Pfarrheim rund, das Michael Frensch und Sonja Tille als Schützenkönigspaar vier Tage lang als Residenz gedient hatte.

"Das Pfarrheim ist für uns ein besonderer Ort", stellt Volker Meierhöfer als Geschäftsführer der Grefrather St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft fest. Doch ob die Gemeinde das in dieser Größe wird halten können? Für die Bruderschaft war es deshalb ein ermutigendes Signal, dass Bürgermeister Reiner Breuer am Montag zusagte, auch künftig dorthin zu einem Empfang der Stadt Neuss während des Schützenfestes einzuladen.

Während der letzte Kirmestag meist in den Zuggemeinschaften gestaltet wurde, bevor am späten Nachmittag der Krönungszug - mit allen Hofdamen in Festtagsgarderobe - das Finale einleitete, hatte der Montag ganz im Zeichen der Schießwettbewerbe gestanden. Sascha Hansen vom Jägerzug "Wilddiebe" errang die Würde des Kronprinzen und wird 2017 Schützenkönig in Grefrath sein, Lucas Nowak wiederum setzte sich im Stechen als Edelknabenkönig durch.

Zuvor hatte sich Präsident Reiner Kivelitz beim Empfang der Bruder schaft bei Christoph Esser und Otto Malzkorn von der freiwilligen Feuerwehr bedankt. "Ohne die Feuerwehr Grefrath wäre unser Schützenfest nicht denkbar", stellte er fest. Beide wurden mit der Fürst-Salm-Reifferscheidt-Medaille dekoriert, der einzigen Auszeichnung, die auch an Nicht-Schützen vergeben wird. Das hätte Esser fast verpasst - er wurde erst im Einsatz gefordert.

(-nau)
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