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Neuss
Großer Feiertag des Handwerks

Neuss: Großer Feiertag des Handwerks
Bei der Meisterfeier (v. l.): Kammerpräsident Andreas Ehlert, Hannelore Kraft, Düsseldorfs OB Thomas Geisel, Landmaschinenmechanikermeister Peter Joosten und Orthopädietechnikermeister Christoph Emschermann. FOTO: Endermann
Neuss. In der Stadthalle Düsseldorf erhielten 1028 Jungmeister ihre Briefe. Festrednerin bei der Meisterfeier war Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Die Handwerkskammer Düsseldorf hat ihre 1028 Jungmeister mit einer Feierstunde auf den neuen Lebensabschnitt eingestimmt. Dabei wurde deutlich, dass für viele Absolventen der Meisterschule Beruf und Bestimmung eng zusammenliegen - schließlich wussten viele von ihnen schon früh, was ihr Traumberuf ist. Ein Beispiel ist Lea Bäthke. Sie erhielt als Massschneidermeisterin ihren Brief. "Ich wusste, seitdem ich elf Jahre alt war, was ich werden wollte", sagte sie in der Düsseldorfer Stadthalle. Dort fand die Meisterfeier am Sonntag statt.

Lea Bäthke erinnert sich noch gut daran, wie sie ihre Vorliebe zur Arbeit mit Stoff entdeckte. Beim Textilunterricht passte sie besonders auf und begann früh zu schneidern. Das erste Werk der heute 23-Jährigen war eine Jogginghose, das Meisterstück nun ein Kleid mit Jacke in Orange-Taupe. Sie arbeitet in einem Brautmodengeschäft in Düsseldorf. Auch Peter Joosten (33), der beim Unternehmen Landtechnik Steprath in Dormagen beschäftigt ist, fand früh seine Bestimmung. Er erhielt als Jahrgangsbester aus der Hand von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert den Meisterbrief als Landmaschinenmechanikermeister Die Berufsfindung war für Christoph Emschermann dagegen viel schwieriger, was man kaum glauben mag, denn am Sonntagabend wurde er als bester Meisterabsolvent zum Orthopädietechniker auf die Bühne gebeten.

Für Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel ist das Handwerk eine Macht. Dies untermauerte er mit Zahlen für die Landeshauptstadt. Kammerpräsident Andreas Ehlert forderte von Geisel "einen verantwortungsvollen Umgang mit den Finanzen". Für den Präsidenten der Handwerkskammer ist Düsseldorf ein positives Beispiel dafür, wie eine Stadt aus dem Teufelskreis von immer höherer Verschuldung auszubrechen vermag. "Handwerk ist immer dann stark, wenn die Kommune stark ist", meinte er.

Quelle: NGZ
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