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Ambulanter Hospizdienst
Großes Interesse an der Aktion "Bevor ich sterbe, möchte ich"

Neuss. Als "vollen Erfolg" wertet Cornelia Steiner vom ambulanten Hospizdienst im Diakonischen Werk die Aktion "Bevor ich sterbe, möchte ich . . .". Drei Tage lang standen vor dem Rathaus vier Schultafeln, auf denen der Satz in acht Sprachen zu lesen war und Passanten zum Vervollständigen einlud. Die nutzten die Chance, schrieben beispielsweise als Ergänzung ". . . leben, lieben, lachen!", ". . . die letzten Missverständnisse aus dem Weg räumen", ". . . Bungee-Jumpen" oder ". . . (dass) eine Bürgermeisterin die Schützenparade auf dem Markt erlebt".

"Es waren hunderte Menschen, die mit unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern ins Gespräch gekommen sind, wobei nicht jeder auf die Tafeln geschrieben hat", berichtet Steiner. Dennoch sei auch durch die Gespräche ein Anstoß gegeben worden. "So wurde ein eher tabuisierter, aber alle Menschen über Grenzen und Religionen hinweg gleichermaßen betreffender Satz zum Impuls für eigen Überlegungen über die Endlichkeit und Kostbarkeit des Lebens."

Unter denen, die mit Kreide Wünsche auf die Tafeln geschrieben hätten, seien Erwachsene und Kinder gewesen, Deutsche wie Anderssprachige. Immer wieder habe man die Tafeln wischen müssen, um Platz für neue Einträge zu schaffen. "Vor dem Wegwischen haben wir aber alle Tafeln fotografiert. Wir wollen ein Fotobuch davon machen", sagt die Koordinatorin des Hospizdienstes. Die Aktion war Teil der bundesweiten "Woche für das Leben" der evangelischen und katholischen Kirche. Als erster hatte sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe eingetragen. sug

Quelle: NGZ
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