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Neuss
Grüne fordern Stadtwerke zu mehr Investitionen auf

Neuss: Grüne fordern Stadtwerke zu mehr Investitionen auf
Roland Kehl ist verkehrspolitischer Sprecher der Grünen. FOTO: LH
Neuss. Mehr E-Mobilität und schnellere Bädersanierung stehen auf der Wunschliste der Grünen. CDU warnt vor Aktionismus.

Geld weckt Begehrlichkeiten. Das gilt auch für die sechs Millionen Euro, die die Stadtwerke Neuss nicht an die Stadtkasse abführen müssen, weil sich der Beteiligungsausschuss im Juni nicht auf einen Gewinnverwendungsbeschluss einigen konnte. Jetzt prescht die grüne Ratsfraktion vor. In einer Mitteilung stellt sie klar, dass man einer erhöhten Ausschüttung der Neusser Stadtwerke an die Stadt von Anfang an kritisch gegenüber gestanden habe - und fordert, "nachdem die geplante Ausschüttung von sechs Millionen Euro zurückgenommen wurde, verstärkte Investitionen". Auch eine Vorschlagsliste wird gleich mitgeliefert. "Wir können uns gut vorstellen, dass sowohl im Bereich der E-Mobilität als auch im Bereich Contracting nun zügiger und stärker investiert wird", schlägt der verkehrspolitischer Sprecher Roland Kehl, der auch Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke ist, vor.

Weitere Ladesäulen für E-Bikes und E-Mobile schneller aufzubauen als bisher geplant, ist nach Ansicht der Grünen ein guter Beitrag für die Verkehrswende gerade in Zeiten der Abgasskandale im Dieselautobereich. Eine schnellere Anschaffung von E-Bussen erscheint Kehl ebenso sinnvoll und möglich. "Nun sollte auch die Sanierung des desolaten Stadtbades und weitere Investitionen in den übrigen Bädern vorgezogen werden, um die Attraktivität der Bäder zu erhöhen, denn das Geld auf die hohe Kante zu legen, bringt im Augenblick keinen Ertrag", teilt Fraktionsvorsitzender Michael Klinkicht mit und fordert die Bäderbetriebe auf, das Tempo zu erhöhen. Allerdings: In der schwarz-grünen Koalition dürfte das für Gesprächsstoff sorgen. CDU-Parteivorsitzender Jörg Geerlings, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH, stellt jedenfalls klar, dass "Füße stillhalten und kein Aktionismus" der vernünftigere Weg sei. Dass die Barausschüttung zurückgestellt wurde, bedeute nicht, dass man das Geld jetzt ausgeben und Forderungen formulieren müsse. "Wir werden uns bei den Etatberatungen darüber verständigen, wie wir mit den Mitteln umgehen", sagt Geerlings. "Dann sprechen wir über die Verwendung."

(abu)
 
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