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Neuss
Grünen-Ratsherr will Stiftung für Jugendstil-Sammlung

Neuss. Michael Giesen, Ratsherr der Grünen, fragt sich nach einem Besuch im Osthaus-Museum Hagen, ob nach der negativen Ratsentscheidung zur Annahme der Schenkung und der damit verbundenen Erweiterung des Clemens-Sels-Museum (CSM) "nicht auch ein anderer Weg zum Ziel führen könnte".

In einer Stellungnahme gibt er zu, wie viele andere von der Entscheidung enttäuscht zu sein: "Ich hatte auf eine noch knappere Entscheidung in offener Abstimmung gehofft", sagt er und ergänzt: "Ich könnte aus meiner Sicht vieles über die zu Beginn ,mit heißer Nadel' gestrickte Verwaltungsvorlage, die dann stattgefundene, wohltuend sachliche Diskussion und die schließlich in Teilen wohl auch machtpolitische Entscheidung in geheimer Abstimmung sagen", führt er aus, aber: Die Frage sei "vorerst" entschieden.

Gleichwohl sieht er in dem "Dreiklang" des Hagener Kunstquartiers mit dem Osthaus-Museum, dem Emil-Schumacher-Museum und den Räumen für Wechselausstellungen auch ein "gutes Modell" für Neuss: "Dazu müsste die Sammlung in eine eigene Stiftung überführt und innerhalb dieser weiteres Kapital für das dazu passende Gebäude generiert werden."

Und er schlägt vor: "Die Erweiterung des CSM mit einem Bereich für Wechselausstellungen sollte dann, wie im Koalitionsvertrag verankert und von vielen in der Vergangenheit gefordert, über den städtischen Haushalt erfolgen." Damit würden die Kosten für die Stadt "deutlich reduziert und zugleich die einmalige Chance durch die Schenkung genutzt".

Quelle: NGZ
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