| 00.00 Uhr

Serie Meine Ausbildung (21)
Gut verkaufen kann man lernen

Serie Meine Ausbildung (21): Gut verkaufen kann man lernen
Luca Feistkorn ist angehender Kaufmann für Versicherungen. FOTO: lber
Neuss. Luca Feistkorn macht eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der RheinLand Versicherung. Er lernt im Außendienst, wie er Kunden kompetent in Versicherungsfragen berät und Produkte am besten anbietet. Von Christian Kandzorra

Der Betrieb Wer Menschen, Vermögen oder Sachen versichert, der muss am Ball bleiben und seinen Kunden nicht nur neue Versicherungen anbieten, sondern bisherige Verträge auch neuen Lebensverhältnissen anpassen. Luca Feistkorn ist angehender Kaufmann für Versicherungen und Finanzen und lernt bei der RheinLand-Versicherung, wie der Vertrieb von Versicherungsprodukten genau funktioniert. Der 20-Jährige ist im Außendienst tätig und durchläuft jetzt das erste Lehrjahr. Inzwischen fährt er schon selbstständig zu Privatkunden und schließt seine ersten Verträge ab.

Bewerbung Wer im Vertrieb einer Versicherung arbeiten möchte, sollte immer ein Ziel vor Augen haben. "Hier ist Ehrgeiz ebenso gefragt wie ein souveränes Auftreten. Wer Versicherungen vertreibt, sollte sich außerdem gut verkaufen können", sagt Alexandra Labonde. Sie ist erste Ansprechpartnerin für Luca Feistkorn und begleitet ihn durch die Ausbildung. Grundvoraussetzung für den Berufsstart ist die Fachhochschulreife. "Wichtig sind gute Noten in den Fächern Deutsch und Mathe. Die sollten konstant gut sein", sagt Labonde. Außerdem sollten Azubis im Außendienst bei der Einstellung zumindest Aussicht auf einen Auto-Führerschein haben, um später Kundentermine wahrnehmen zu können.

Ausbildung Luca Feistkorn ist einer von derzeit 56 Auszubildenden bei der RheinLand-Versicherung und arbeitet in einem Straberger Versicherungsbüro, also einer Agentur, die ausschließlich die Produkte der RheinLand vertreibt. Nach seinem Abitur am Norbert-Gymnasium in Knechtsteden war er zunächst in eine Banklehre gestartet. "Ich habe aber schnell gemerkt, dass das nicht das Richtige für mich ist. Dann habe ich ein achtmonatiges Praktikum bei der Versicherung gemacht und bin seit August offiziell Auszubildender", erzählt der angehende Kaufmann.

Seine Aufgaben sind auf zwei große Bereiche aufgeteilt. "Zum einen vereinbare ich mit Kunden am Telefon Termine. Zum anderen nehme ich diese Termine anschließend wahr und berate unseren Kunden", erklärt Feistkorn, der damit überall das Unternehmen repräsentiert. "Ich versuche Lücken aufzudecken und den Kunden entsprechende Lösungen anzubieten." Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, bei der RheinLand-Versicherung ist sie allerdings auf zweieinhalb Jahre verkürzt. "Einfache Versicherungen wie etwa Kfz-, Unfall- oder Hausratsversicherungen schließe ich schon selbst ab, bei komplexeren Angelegenheiten wie etwa ganzen Lebensversicherungen werde ich begleitet", erzählt der Azubi von seinem Arbeitsalltag. Regelmäßig versucht er auch Versicherungen den Lebensverhältnissen seiner Kunden anzupassen. Seine Arbeit wird im ersten Jahr mit 903 Euro, im zweiten mit 1003 und im dritten mit 1087 Euro brutto im Monat vergütet.

Berufsschule Der Azubi wird zweimal in der Woche am Berufskolleg an der Volksgartenstraße in Mönchengladbach unterrichtet. Auf dem Stundenplan stehen auch fachbezogene Fächer wie Geschäfts- oder Wirtschaftsprozesse.

Zukunft Nach erfolgreichem Abschluss seiner Ausbildung könnte Luca Feistkorn eine eigene Agentur gründen. Außerdem suchen viele ältere Versicherungsvermittler Nachfolger.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Serie Meine Ausbildung (21): Gut verkaufen kann man lernen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.