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Neuss
Hansefest erweist sich als Publikumsmagnet

Neuss: Hansefest erweist sich als Publikumsmagnet
Für einen Besuch in der Hansestadt Attendorn warb Dieter Avent, für einen Besuch des Hansefestes Neuss Reiner Breuer (u. l.) mit Georg Meyer (ZIN). FOTO: salz
Neuss. Bei der 27. Auflage des Händlerfestes macht der ZIN-Vorstand deutlich mehr auswärtige Gäste aus. Zehn Hansestädte am Münster präsent. Von Vera Straub-Roeben

Dichtes Gedränge herrschte an diesem Wochenende in der Neusser Innenstadt. Zwischen Hauptbahnhof und Zollstraße luden neben den Neusser Einzelhändlern mehr als 100 Stände zum Stöbern und Einkaufen ein. Die Füller der Waren und Anbieter ließ keinen Zweifel daran, um welche Veranstaltung es sich handelte: Neuss feierte mit seinen Gästen das Hansefest. Das war auch in der 27. Auflage ein Erfolg.

Auf dem Weg zum Hansemarkt, bei dem sich auf dem Münsterplatz zehn Hansestädte vorstellten, konnten die Besucher einem "alten Bekannten" lauschen und die Hand schütteln: Jimmy Kelly bot mit Gitarre und Mundharmonika Musik, die zum Verweilen einlud. Auf dem Hansemarkt selbst warben neben Neuss auch Emmerich, Kalkar, Wesel, Brilon, Attendorn, Salzwedel, Rheine und Naumburg für sich und die Hanse -so viele wie noch nie.

FOTO: Georg Salzburg

Zur offiziellen Eröffnung stand der Marine-Chor auf der Marktbühne. Der Klang seiner Lieder "von der Waterkant" unterstrich den Grundgedanken des Hansefestes: Die Präsentation des Städtebundes der Kaufmanns-Hanse, der sich auch in der Gegenwart lebendig zeigt. Angelika Quiring-Perl vertritt die Rheinische Hanse in der internationalen Hansekommission - und die Stadt Neuss bei den Hansetagen. Sie weiß: "Es ist eine Ehre, von der Delegiertenversammlung aufgenommen zu werden. Neuss ist ja bereits von Anfang an, also seit Wiederbegründung der Hanse im Jahr 1980, dabei." Und sie kündigte an: "2022 wird Neuss zum zweiten Mal den Internationalen Hansetag ausrichten." Die Vorbereitung werde bereits im nächsten Jahr beginnen.

Reiner Breuer, noch als stellvertretender Bürgermeister vor Ort, wurde mit einem herzlichen Applaus zur gewonnen Wahl beglückwünscht. "Ich freue mich, als designierter Bürgermeister das Hansefest zu eröffnen. Die Stadt ist voll, das Bühnenprogramm ist toll, unzählige Stände gibt es im Hauptstraßenzug, in den Nebenstraßen warten Attraktionen auf Familien - die Innenstadt soll sich weiterhin positiv entwickeln", sagte er. Dass das so sein soll, bestätigte auch Georg Meyer von der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN), die als Veranstalter des Hansefestes auftritt.

Das besuchten Christel Gast und Beate Lechtleidner, als Vertreter der Stadt Emmerich angereist, zum ersten Mal. "Neuss ist eine Reise wert, wie wir jetzt erfahren haben", sagten sie. Sie seien sehr angetan von den alten Gebäuden und den freundlichen Menschen. Ebenso begeistert zeigten sich die Standnachbarn aus Attendorn. Anna Schulte vom Stadtmarketing hatte mit dem Nachtwächter Dieter Anert eine originelle zur Verstärkung dabei. "Seit 80 Jahren lebe ich in der Stadt, kenne meine Schweinchen am Gang und kenne jede Straße und Gasse, sagte dieser und verwöhnte die Neusser mit Attendorner Höhlentropfen und einem Käse, der in der Atta-Höhle reift.

Und das alles bei optimalem Wetter an beiden Tagen, wie Christoph Napp-Saarbourg vom ZIN-Vorstand zufrieden bemerkte. Das machte vielen offensichtlich Reiselaune, denn bei den Nachforschungen in den Parkhäusern stellte ZIN fest, dass viel mehr auswärtige Gäste in Neuss waren. Und an den vielen Einkaufstüten, die auch am verkaufsoffenen Sonntag das Bild beherrschten, konnte Napp-Saarbourg ablesen, dass die Gäste auch eingekauft haben. Und darauf kommt es bei einem Fest der Händlerschaft ja auch an.

Quelle: NGZ
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