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Neuss
Hausverbot für DJK-Trainer aufgehoben

Neuss. Der vom Vorstand der DJK Rheinkraft mit einem Hausverbot belegte Trainer Maximilian Rhine-Gritz ist wieder für den Verein aktiv. Das bestätigte Peter Orth, der den Verein aktuell kommissarisch leitet, gegenüber unserer Redaktion. Es habe ein Gespräch zwischen dem Trainer und dem Vorstand gegeben. "Die Entscheidung wurde ganz im Sinne des Vereins getroffen", sagt Orth. Auch die Tochter des Trainers, Isabelle Rhine, war kurz vor dem vergangenen Schützenfest mit einem Hausverbot belegt worden. Das Gespräch zwischen ihr und dem DJK-Rheinkraft-Vorstand steht noch aus, weil sie sich aktuell im Ausland befindet.

Sowohl die Sportlerinnen Isabelle Rhine, Alexandra Selzer als auch Trainer Maximilian Rhine-Gritz waren mit Hausverboten belegt worden, weil sie den ehemaligen Ersten Vorsitzenden des Vereins dazu bewegen wollte, sich aus dem Trainingsbetrieb mit Mädchen zurückzuziehen und mittelfristig den Verein zu verlassen. Sonst wolle man an die Öffentlichkeit gehen. Der Verein wertete dies offenbar als Erpressung.

Gegen den ehemaligen Ersten Vorsitzenden war 2015 ein Ermittlungserfahren wegen sexueller Belästigung nach Zahlung einer Geldauflage eingestellt worden. Im Juli dieses Jahres stellte schließlich eine weitere DJK-Sportlerin Strafanzeige. Der Fall war allerdings verjährt. Mittlerweile hat der Beschuldigte all seine Ämter in der DJK Rheinkraft niedergelegt. Von diesem Schritt hatten Maximilian Rhine-Gritz und seine Tochter ihren Wiedereinstieg in den Verein abhängig gemacht. "Da musste nicht mehr viel diskutiert werden", sagt der Trainer.

(jasi)
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