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Neuss
Hoistener Windräder beschäftigen die Politik

Neuss. Die Bau der beiden in Hoisten geplanten Windräder wird wieder zum Politikum. Die Beschwerde des Rhein-Kreises gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf, wonach die Windräder zu laut seien, verließ am Montagabend die Kreisverwaltung und liegt nun beim Oberverwaltungsgericht in Münster. Von der Entscheidung in der nächsten Instanz hängt auch die Stimmungslage in der Stadt ab. "Wenn das Oberverwaltungsgericht die Entscheidung bestätigen sollte, gehe ich davon aus, dass das Projekt dann nicht weiter verfolgt wird", sagte Roland Kehl, politischer Geschäftsführer der Grünen und Mitglied des Aufsichtsrates der Stadtwerke Neuss (SWN). Und Jörg Geerlings (CDU), Aufsichtsratsvorsitzender der SWN Energie und Wasser, erklärte: "Wenn das Oberverwaltungsgericht die Entscheidung bestätigt, spräche einiges dafür, das Projekt zu überdenken."

Die Grünen hatten wie auch die CDU im Rat für den Standort der Windräder in Hoisten gestimmt und unterstützen dieses Projekt auch weiter. "Es ist sinnvoll, die Entscheidung überprüfen zu lassen", sagte Kehl. "Nach unseren Informationen gibt es von übergeordneten Gerichten bei ähnlichen Streitigkeiten durchaus andere Rechtsaussagen."

Das sieht der FDP-Stadtverordnete Armin Rohde, dessen Partei gegen den Bau gestimmt hatte, naturgemäß anders: "Ich sehe der Entscheidung gelassen entgegen." Michael Hohlmann, der für die SPD im SWN-Aufsichtsrat sitzt, sagte: "Wir halten am Bau der Windräder fest. Eventuell muss man für eine Genehmigung irgendwo nachbessern." Die Zeit drängt: Zum Jahresende sinkt die Förderung für eingespeisten Strom.

(angr)
 
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