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Neuss
Horst Lichter gruselt sich in Neuss

Neuss: Horst Lichter gruselt sich in Neuss
Host Lichter (r.) hat sich in Hans-Michael Derenbachs (l.) Geisterbahn gehörig erschreckt. FOTO: Lothar Berns
Neuss. Der Fernsehkoch drehte in der Geisterbahn von Hans-Michael Derenbach. Von Kim Roland

Seit mehr als sieben Jahren lehrt Hans-Michael Derenbach Freunde und Verwandte in seiner selbstgebauten Geisterbahn in Neuss das Gruseln. Doch jetzt bekamen die rund 50 Geister, Hexen und Skelette in seinem Keller prominenten Besuch: Fernsehkoch Horst Lichter drehte dort eine Episode für die WDR-Sendung "Lichters Schnitzeljagd".

"Bei den Dreharbeiten in diesem Jahr habe ich schon die verrücktesten Sachen erlebt. Aber die Geisterbahn hier ist echt der Knaller", sagte Lichter. Von Stand-Up-Paddeln bis Boogie-Woogie-Tanzkurs reichten seine Aufgaben bis jetzt. Lichter selbst weiß während der "Schnitzeljagd" nie, wohin ihn die nächste Etappe führt. Doch dass es für ihn am Wochenende in seinen alten Heimatkreis ging, freute den Koch und Buchautoren ganz besonders.

"Eigentlich bin ich doch ganz cool geblieben, oder?", scherzte er, als er sich zusammen mit Derenbach das Video von der Geisterbahnfahrt ansieht. Dabei konnte das ein oder andere Gespenst dem vor der Kamera sonst so gelassenen Moderator einen gehörigen Schreck einjagen.

"Dafür habe ich die Geisterbahn ja gebaut", sagt Derenbach, dem die Idee zum eigenen Gruselkabinett durch selbst veranstaltete Halloween-Partys kam. "Irgendwann haben die Leute behauptet, ich hätte eine eigene Geisterbahn im Keller, obwohl das zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht stimmte", erzählt Derenbach. Anlass genug zur Umsetzung. Zwei Jahre brauchte der Neusser dafür. Auf nur 25 Quadratmetern Kellerraum und rund 13 Metern Schienen fährt seitdem eine Gondel durch sein ganz eigenes Fahrgeschäft mit schauriger Musik und allerlei Effekten und Figuren. Der perfekte Ort also, um den Fernsehkoch einmal im Dunkeln tappen zu lassen.

Gedreht wurde für "Lichters Schnitzeljagd" mit einem sechsköpfigen Fernsehteam, darunter zwei Kameramänner und eine Regisseurin. Sogar Lichters Frau Nada war dabei und durfte eine Runde in der Geisterbahn drehen. "Das mache ich nicht noch einmal", sagte sie nach der Fahrt. "Das war ja gruseliger als die großen Geisterbahnen."

Hans-Michael Derenbach hat aufgrund seiner Liebe zum Detail schon Anfragen von Schaustellern erhalten, Figuren für große Geisterbahnen zu bauen. "Aber ich habe abgelehnt", sagt Derenbach. "Ich mache das hier alles nur zum Spaß, und so soll es auch bleiben."

Quelle: NGZ
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