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Neuss
Hündin "Pepsi" vor Tierheim ausgesetzt

Neusser Tierheim: Diese Tiere suchen ein Zuhause
Neusser Tierheim: Diese Tiere suchen ein Zuhause FOTO: Woitschützke, Andreas
Neuss. Für Mischlingshündin "Pepsi" verlief die Zeit rund um Ostern ganz und gar nicht festlich. Ihre Besitzer setzten sie im März am Neusser Tierheim aus. "Pepsi" musste sich anschließend einer Operation unterziehen, um kastriert zu werden. Ein überflüssiger Eingriff, wie sich im Nachhinein herausstellte. Von Urs Lamm

Wenn Monika Provaznik an den Fall der ausgesetzten "Pepsi" denkt, ist sie immer noch erbost. "Nur weil die Besitzer das Tier nicht persönlich abgegeben haben, musste es unnötige Schmerzen erleiden", sagt die Tierheimleiterin.

Im März war die Hündin von ihren Besitzern vor dem Tierheim in Neuss-Bettikum ausgesetzt worden. Die Mitarbeiter des Tierheims nahmen die Hündin auf. Da die Tierexperten überhaupt keine Informationen über das Tier hatten, gaben sie ihm erst einmal einen Namen: Sie tauften es "Pepsi".

Nach einer Phase der Eingewöhnung wurde das Tier zunächst einmal geimpft. Danach stand der Kastrationstermin auf dem Programm. Am Tier war keine Narbe festzustellen. Insofern mussten die Experten davon ausgehen, dass "Pepsi" noch nicht kastriert war. Irrtum, wie sich dann bei der Operation herausstellte. Der Eingriff war überflüssig.

Tierheimleiterin Provaznik hofft nun, dass sich für "Pepsi" schnell neue Besitzer finden lassen. Da "Pepsi" auf unbekannte Menschen scheu und misstrauisch reagiert, wäre es nicht verkehrt, wenn die neuen Besitzer Erfahrung im Umgang mit Hunden mitbrächten.

 

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