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Neuss
Hüsch spricht über Freikauf der Rumänien-Deutschen

Neuss. Seine Akten zur "Geheimsache Kanal" hat Heinz-Günther Hüsch schon an das Bundesarchiv in Koblenz abgegeben, seinen persönlichen politischen Nachlass dem Stadtarchiv Neuss anvertraut. Aber all das braucht der 88-Jährige auch nicht, wenn er über jene 22 Jahre spricht, in denen er als Unterhändler der Bundesregierung mit dem rumänischen Geheimdienst Securitate über das Schicksal der deutschen Minderheit im kommunistischen Rumänien verhandelte. Über 220.000 Menschen kaufte Hüsch im Auftrag der Regierung in den Jahren 1968 bis 1989 gegen harte D-Mark frei.

Diese spannende Geschichte der Rumäniendeutschen wurde schon in Buchform, als Fernsehdokumationen und Film aufgearbeitet - immer mit Hüsch als Kronzeugen. Aber ausgerechnet in seiner Neusser Heimat wurde sie noch nicht ausführlich erzählt. Bis jetzt. Am Donnerstag, 12. April, nun ist der Politiker ab 19 Uhr im Kino Hitch beim "Forum Archiv und Geschichte" zu Gast und berichtet unter der Überschrift "Ein Pass für Deutschland", die auch Titel des Dokumentarfilms ist, über seine Sondermission in den Jahren des Kalten Krieges. Das Gespräch mit ihm führt NGZ-Chefreporter Ludger Baten, Co-Autor der Hüsch-Dokumentation des Stadtarchivs "Ein Ehrenamt für den Bürger" aus dem Jahr 2006. Als weiterer Gast wird der Handballer Hansi Schmidt erwartet, der aus Rumänien nach Deutschland floh und über die "Geheimsache Kanal" seine Familie nachholen konnte.

(-nau)
 
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