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Neuss
Im Werkstattverfahren den Wendersplatz neu planen

Neuss: Im Werkstattverfahren den Wendersplatz neu planen
Der letzte Vorschlag zum Wendersplatz war ein Bürokomplex als Ypsilonform. er wurde abgewehrt. FOTO: Kölbl
Neuss. Forum Stadtentwicklung fühlt sich von Verwaltung hingehalten und kritisiert Aufschieben wichtiger Entscheidungen. Von Christoph Kleinau

Der Wendersplatz soll im nächsten Regionalplan als allgemeiner Siedlungsbereich ausgewiesen werden. Daraus, erklärt Bürgermeister Reiner Breuer, könnten ab dem kommenden Jahr ganz andere Nutzungen abgeleitet werden. Mit einigen Ratsfraktionen - namentlich der SPD und der FDP - hat Breuer dazu schon vorbereitende Gespräche geführt.

Ein geordnetes Verfahren ersetzt das nicht, aber das ist ja angeblich in Vorbereitung. Wie Planungsdezernent Christoph Hölters schon im vergangenen Jahr schriftlich mitteilte, soll das Amt für Stadtplanung einen Rahmen für ein extern moderiertes Werkstattverfahren definieren. "Leider haben wir seitdem davon nichts mehr gehört", bemängelt Heinz Hick vom Forum Stadtentwicklung der Neuss-Agenda.

Das Forum hatte sich auf die Ankündigung der Stadt verlassen und deshalb nach Hicks Angabe "von einem eigenen Workshop abgesehen." Der stand eigentlich schon für 2016 auf der To-do-Liste dieses engagierten Bürgervereins. Nun fordert er diesen mit Nachdruck ein.

Schon im Jahr 2012 hatte das Forum Stadtentwicklung eine Stellungnahme zur Entwicklung des Rennbahnparks und des Wendersplatzes veröffentlicht. Damals wurden sehr kontrovers die Pläne des Projektentwicklers Kölbl-Kruse diskutiert, der auf einem Teil des Platzes ein Bürogebäude in Ypsilonform errichten wollte. Als Mieter wurde vor allem der Verband der Vereine Creditreform genannt, der sich inzwischen entschlossen hat, im Hammfeld selbst neu zu bauen.

Heute ist das Forum mehr denn je der Meinung, dass nur ein Werkstattverfahren mit breiter Beteiligung Lösungsansätze für eine Gesamtgestaltung finden kann. Es bemängelt zudem, dass wichtige Entscheidungen - allen voran zur Zukunft des Galopprennsports - noch immer nicht getroffen wurden.

Aus Sicht des Forums bremst der Rennbetrieb, der sich nur noch auf wenige Tage im Jahr beschränkt, die Weiterentwicklung des gesamten Gebietes zwischen Innenstadt und Hammfeld. Auch bringe es gar nichts, sagt Forums-Sprecher Roland Kehl, wenn immer wieder Einzelvorstöße gemacht werden, die nicht in ein Gesamtkonzept eingebettet sind. Aktuelles Beispiel dafür ist der vom Bürgermeister ins Gespräch gebrachte Bau einer festen Schützenhalle im Park.

Quelle: NGZ
 
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