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Neuss
Integrationsgelder für Kunstrasenplatz

Neuss: Integrationsgelder für Kunstrasenplatz
Tausche "Rot gegen Grün" lautet das Motto des SC Teutonia Kleinenbroich (v.l.) : Vereinschef Ulrich Stumpen, Hans-Josef Kampers und Horst Mathes nutzen jede Möglichkeit, "Kunstrasen-Sponsoren zu werben. FOTO: Detlef Ilgner
Neuss. Noch müssen sich die Spieler und die Verantwortlichen bei der Teutonia Kleinenbroich gedulden. Doch schon jetzt ist alles eingestielt: In zehn Monaten laufen die Arbeiten an. Bis zum Saisonbeginn 2017/18 ist der Kunstrasenplatz fertig. Von Ruth Wiedner-Runo

Für Ulrich Stumpen ist es wie ein Lotto-Gewinn: Der 63-Jährige, der vor eineinhalb Jahren den Vorsitz des SC Kleinenbroich übernommen hat, wusste um die Notwendigkeit der Platzsanierung. Dass die Teutonen jetzt allerdings innerhalb von 15 Monaten zu dem langersehnten Kunstrasenplatz kommen werden, dies hatte sich Ulrich Stumpen nicht einmal in seinen kühnsten Träumen ausgemalt. "Jetzt wird der Traum auf der Sportanlage Am Hallenbad Realität", weiß er und strahlt mit seinen Vorstandskollegen um die Wette. Verläuft alles nach Plan, sollen die 15 Teams schon im Herbst 2017 den neuen Kunstrastenplatz nutzen.

Doch bis es soweit ist, müssen Stadt und Sportverein gemeinsam noch ein gutes Stück Arbeit leisten. "Die Absprachen mit dem Fachamt, allen voran mit Hans-Peter Walther, laufen bestens", lobt Ulrich Stumpen das Zusammenwirken. "Schließlich fördert das Land den Ausbau unserer Sportanlage", freut sich der SC-Chef über die Mittel aus dem Integrationsprogramm.

Genau 490.000 Euro fließen aus Düsseldorf an die Stadt Korschenbroich, die gemeinsam mit dem SC Teutonia den Antrag auf Landeszuschüsse auf den Weg gebracht hatte. Das Geld stammt aus dem Sonderprogramm "Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen". Den Landeszuschuss wertet Bürgermeister Marc Venten als eine "große Chance" für die Stadt: "Wir wären als Stärkungspakt-Kommune nie in der Lage gewesen, diesen Platz mit einem Kunstrasen auszustatten."

Für den wetterfesten Fußballplatz werden insgesamt 700.000 Euro fällig. Für die Differenz müssen Stadt und Verein aufkommen. Die Stadt steuert 80.000 Euro aus der Sportpauschale bei. Bereits in der Februar-Sitzung des Rates, hatte die Verwaltungsspitze das Förderprogramm thematisiert. Der Rat hatte sich, das Einverständnis des Stadtsportverbandes vorausgesetzt, dafür stark gemacht, im Förderfall die Sportpauschale an den SC Teutonia Kleinenbroich weiterzugeben. "Wir müssen als Verein aus eigener Kraft für die noch ausstehenden 130.000 Euro aufkommen", sagt Stumpen. Lange Gespräche gab's im Vorfeld im Vorstand. "Wir sind vorbereitet", wirbt dann auch Banker Hans-Josef Kamps für das neue Motto "Wir tauschen Rot gegen Grün". Und so wurde erstmals in diesem Monat die zweckgebundene Beitragserhöhung auf das eigens dafür eingerichtete Sonderkonto eingezogen.

Bereits für Herbst sind erste Rodungsarbeiten geplant. In den Sommerferien 2017 folgt dann die eigentliche Umrüstung von Asche auf Kunstrasen. "Die Stadt ist Bauherr und bleibt auch weiterhin Eigentümer", erklärt Stumpen das Verfahren. "Für uns als Verein ist der Kunstrasen einfach überlebenswichtig." Er freut sich, dass künftig auch die 38 im Verein gemeldeten Flüchtlinge nicht nur die 15 Mannschaften verstärken, sondern auch in der Saison 2017/18 den neuen Platz nutzen können.

Quelle: NGZ
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