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Neuss
Abbrucharbeiten in der Innenstadt

Interboden stellt Kastellum vor: Abbrucharbeiten in der Innenstadt
Die Firma Interboden errichtet an der Niederstraße einen Neubau. FOTO: NN
Neuss. Die Firma Interboden stellt ihr Millionen-Projekt Kastellum den Bürgern vor. Von Christoph Kleinau

An der Ecke von Nieder- und Kastellstraße beginnen in dieser Woche die Abbruchrucharbeiten an einem Wohn- und Geschäftshaus, das einem Neubau mit drei modernen Ladenlokalen und 32 Wohnungen darüber Platz machen soll. Es soll im Frühjahr 2017 fertiggestellt werden, sagt Vanja Schneider als Geschäftsführer der Ratinger "Interboden Innovative Gewerbewelten GmbH", die als Bauherr bei diesem Zwölf-Millionen-Euro-Projekt auftritt. Er wird das Projekt kommenden Mittwoch, 19. August, ab 18 Uhr vor Ort Nachbarn und interessierten Bürgern vorstellen, nachdem die unmittelbar angrenzenden Anwohner schon schriftlich erste Informationen erhalten haben.

Der Abbruch erfolgt von innen nach außen und von hinten nach vorne. Das heißt: Erst werden der Komplex entkernt und dabei wiederverwertbare Materialen geborgen, danach wird der gesamte Baukörper von der Straße Rheinwallgraben aus abgebrochen. Das werde mit "chirurgischer Präzision" passieren, verspricht Schneider, der mit dieser Arbeit das Neusser Abbruchunternehmen Prankenberg und Zaum beauftragt hat. Es soll garantieren, dass Staub, Lärm und Erschütterungen auf ein Mindestmaß reduziert werden.

Das Vorgehen von hinten nach vorne ist nicht zuletzt einer Auflage der Stadt geschuldet. Sie verpflichtet das Unternehmen in der Abbruchgenehmigung, die Fassade am Hauptstraßenzug über die Neusser Schützenfesttage unversehrt zu lassen und an diesen Tagen die Arbeiten einzustellen.

Der Neubau, von seinen Bauherren auf den klangvollen Namen "Kastellum" getauft, entsteht nach den Plänen der Kölner Architekten Bernd Römer und Stephan Kögeler. Die sehen ein Kellergeschoss mit Stellplätzen für die Autos der Hausbewohner vor. Das verteuert und verkompliziert auch das Vorhaben. So muss nach dem Abbruch in einem aufwendigen Verfahren ein Verbau errichtet werden, damit angrenzende Gebäude nicht etwa durch Absenkungen Schaden nehmen. Dieser Verbau soll Ende des Jahres so weit fertig sein, dass der eigentliche Rohbau beginnen kann, sagt Schneider.

Das "Kastellum" soll nicht nur einen städtebaulichen Akzent setzen, sondern in der Innenstadt auch drei moderne Geschäfte mit insgesamt 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen lassen. Das größte ist schon vermietet, die anderen wurden noch nicht angeboten.

Quelle: NGZ
 
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