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Neuss
Jugendliche lernen Martial-Arts-Künste kennen

Neuss. "Martial Arts Tricking" heißt die in den USA entstandene Sportart, die Teil des Sommerferienprogramms ist.

Judomatten liegen in der Mitte der Halle. Darauf springen fünf Jungs rum, machen Salti, Schrauben, Flickflacks. Ein Smartphone erfüllt die Sporthalle mit Hip-Hop-Musik. Einige Meter entfernt sind große Weichbodenmatten in T-Form zusammengeschoben. Dort versucht Daniel Hennig gerade, zwei Mädchen die ersten Elemente seiner Sportart zu zeigen. "Martial Arts Tricking" heißt die, ist entstanden in den 1990er Jahren in den USA und eine Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten, Breakdance und Turnen. Im Grunde gibt es drei Elemente: Flips (Salti), Twists (Schrauben) und Kicks (Tritte). In Kombos werden dabei verschiedene Elemente verknüpft. "Beim Tricken geht es nicht um Perfektion, sondern um Style", sagt Hennig. Das will er an diesem Abend vermitteln.

Dazu treffen sich die Tricker jeden Freitag in der Sporthalle an der Sternstraße. In den Sommerferien trainieren sie donnerstags in der Turnhalle des Humboldt-Gymnasiums. Der Kursus ist auch im Sommerferienprogramm der Stadt vermerkt. So sind auch Miriam Klein (16) und Marie Möll (15) aufs Tricking aufmerksam geworden. Die beiden Mädchen üben mit Hennig eine Flugrolle. Dann gehen sie zusammen zu den Judo-Matten. Dort will er ihnen den Aerial-Flip beibringen - im Grunde ein Radschlag ohne Hände.

Immer wieder schlagen sie ein Rad. Lassen irgendwann einen Arm weg. Aber ganz ohne Arm klappt es natürlich noch nicht. "Dafür braucht es schon viel Übung", sagt David Gohlsch. Der 14-Jährige ist extra aus Duisburg angereist. "Bei uns ist in den Ferien keine Halle fürs Tricking offen", sagt er. David ist seit anderthalb Jahren im Parcours-Verein. Einer seiner Freunde von dort hat ihm das Tricking näher gebracht. Gerade übt David den Gainer. Dabei läuft er in J-Form an, schwingt ein Bein durch und liegt dann plötzlich wie ein Brett in der Luft, überschlägt sich und landet wieder auf den Füßen. Ganz so spektakulär können Miriam und Marie noch nicht tricken. "Das gefällt mir gut. Hier sind alle ganz locker und man kann sich austoben", sagt Marie. Vielleicht kommen sie noch mal wieder.

(jahu)
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