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Neuss
Junger Außenminister Österreichs beeindruckt Neusser im Ständehaus

Neuss. Die 550 Gäste im Foyer des Museums K 21 am Düsseldorfer Kaiserteich staunten noch über den eloquenten Auftritt des erst 30 Jahre alten Außenminister Österreichs, da stand Jutta Zülow bereits neben Sebastian Kurz beim 73. Ständehaus-Treff auf der Bühne. Die Chefin auf Gut Gnadental, zugleich auch Vorsitzende der Unternehmerschaft Düsseldorf, überreichte die Dankeschön-Blumen an den Talkgast aus Wien. Der hatte zuvor im einstündigen Gespräch mit Michael Bröcker, Chefredakteur unserer Zeitung, mächtig Eindruck gemacht. Kurz, der im Oktober für das Amt des Bundeskanzlers in der Alpenrepublik kandidiert, verteidigte leidenschaftlich seine Flüchtlings- und Außenpolitik, erläuterte sie mit großem Detailwissen. Bei den heiklen Fragen zum deutsch-österreichischen Verhältnis erwies er sich zudem als ein gewiefter Diplomat. Kurz sei ein begabter Stratege und Taktiker, "der jetzt beweisen muss, dass er eine starke Vision für Österreich entwickeln kann", sagte Ernst Primosch später, CEO und Chairman von Hill+Knowlton Strategies - und übrigens auch Österreicher.

Aus dem Rhein-Kreis war wieder eine vielköpfige Delegation nach Düsseldorf gereist. Sie wurde angeführt von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreisdirektor Dirk Brügge. Zu den gesuchten Gesprächspartnern gehörten die CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Geerlings und Lutz Lienenkämper. Der Neusser CDU-Chef Geerlings übernimmt den Vorsitz im Untersuchungsausschuss "Fall Amri", der gestern erstmals tagte. Der Meerbuscher Lienenkämper (CDU) gilt als heißer Kandidat fürs neue NRW-Kabinett. Wird er Finanzminister?

(bpa, lue-)
 
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