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Neuss
Jusos starten gefloppte Kampagne neu

Neuss. Die Neusser Jusos müssen ihre Kampagne "Mach es besser" gründlich überarbeiten. Die mit der Internetseite mach-es-besser.de (#machesbesser) gestartete Aktion, mit der die Nachwuchsorganisation Ideen von außen "einsammeln" wollte, um Neuss nach vorne zu bringen, hat kaum Resonanz gefunden. "Das muss man ehrlicherweise zugeben", sagt Sarah Bührt, stellvertretende Juso-Vorsitzende. Sie kündigt Manöverkritik und Neustart an und macht dieses Ziel zu einer der großen Aufgaben im wahlfreien Jahr 2016.

Jan Schlieper, der die Aktion im Vorjahr mit aus der Taufe hob, steht für diese Arbeit aber nicht mehr zur Verfügung. Nach nur einem Jahr als Juso-Vorsitzender stellte er sich bei der Mitgliederversammlung der rund 70 Mitglieder zählenden Partei-Organisation nicht mehr zur Wahl. Er müsse wegen seines Studiums politisch kürzertreten.

Sein Verzicht eröffnet Cem Taskin nach nur zwei Jahren Juso-Mitgliedschaft die Chance, Politik "von vorne gestalten zu können". Der 23-jährige Weckhovener studiert in Köln Jura und ist nach eigenen Angaben SPD-Mitglied geworden, "um endlich etwas zu bewegen". Bei den Jusos will er nun daran arbeiten, die Stadt zu bereichern. Die Zukunft, so Taskin, gehöre nicht den Skeptikern oder Zynikern.

Unterstützt wird Taskin von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Sarah Bührt (23) und Ronald Voigt (20). Voigt rückt für den ausgeschiedenen Vize-Parteichef Michael Ziege nach und war wie Taskin vorher nicht in die Vorstandsarbeit eingebunden. Die Kasse führt Jascha Huschauer (25), der dienstältestes Vorstandsmitglied ist. Beisitzer Tim Christopher Tobias (25) komplettiert die Riege, die auch den Jusos zu "männerlastig" ist. Die Gewinnung von mehr jungen Frauen ist deshalb als zweites Schwerpunktthema für 2016 ausgemacht.

(-nau)
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