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Neuss
Kammerorchester tourt durch Japan

Neuss: Kammerorchester tourt durch Japan
Das NKO geht immer wieder auf Auslandstournee - wie hier zu einem Konzert im australischen Melbourne. FOTO: NKO
Neuss. Seit vielen Jahren ist das Neusser Kammerorchester (NKO) als Botschafter seiner Heimatstadt international auf Konzertreisen unterwegs. Im vergangenen Jahr war das NKO in Kroatien mit Konzerten in der Neusser Partnerstadt Rijeka, seit einigen Tagen befindet sich das Ensemble in Japan.

Eine anstrengende Reise, denn in 13 Tagen sind sechs Konzerte programmiert, dabei vier Konzerte an vier aufeinander folgenden Tagen. Begleitet wird das Orchester von dem Düsseldorfer Bariton Sebastian Klein und von Stefanie Sassenrath (Oboe). Weitere Bläser kommen bei einigen Konzerten von der Tokyoter Musikhochschule hinzu.

Bei den beiden Konzerten in Tokyo gibt es sogar eine Uraufführung. Denn der seit 1978 in Japan lebende deutsche Komponist Thomas Meyer-Fiebig hat speziell für das NKO eine "Elegie für Cembalo und Streicher" geschrieben. Bei der Uraufführung wird seine Ehefrau Aya Yoshida den Cembalopart spielen. Ein besonderes Konzert ist auch in Tokyo am 26. Oktober. An dem Tag wird der Neuss und dem NKO sehr verbundene österreichische Komponist Thomas Daniel Schlee 60 Jahre alt. Das NKO gratuliert aus der Ferne mit seinem Kammermusikwerk "Wachsende Bäume". Einen Tag später kommt Mozarts Violinkonzert A-Dur (KV 219) mit der bekannten japanischen Violinistin Akaiyo Fujiwara zur Aufführung.

Weitere Konzerte sind in Nagoya und Hamamatsu terminiert. Dort gestaltet der Jugendchor Hamamatsu das Konzert mit. Die im Einzelunterricht bestens ausgebildeten Jugendlichen waren bereits mehrmals in Neuss, zuletzt vor vier Jahren. Sebastian Klein und NKO-Leiter Joachim Neugart veranstalten an ihrem "freien" Tag einen Workshop zu Bach-Arien an der Musikhochschule Osaka. Kurz danach bricht Joachim Neugart nach Australien auf, wo er sechs Konzerte mit dem deutschen Panflötisten Matthias Schlubeck spielen wird.

Die letzten beiden NKO-Konzerte in Kyoto dirigiert dann Hideki Motoyama, dessen "Bach-Chor Kyoto" unter anderem mit einer Messe von Johann Sebastian Bach die Konzerte mitgestaltet. "Johann Sebastian Bach ist die Klammer für alle Konzerte, denn diesen Komponisten und Ludwig van Beethoven schätzen Japaner sehr", sagt Neugart.

(Nima)
 
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