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Neuss
Kanalcheck: Experten warnen vor dubiosen Anbietern

Neuss. Verbraucherschützer und die Infrastruktur Neuss (ISN) warnen Grundstücksbesitzer vor zwielichtigen Anbietern von Kanalprüfungen. Weil die Frist zur Dichtheitsprüfung bei Häusern, die älter als 1965 sind, Ende des Jahres abläuft, seien in den vergangenen Wochen verstärkt unseriöse Firmen beobachtet worden, teilte die Verbraucherzentrale NRW mit. In Neuss müssen bis Jahresende private Abwasseranlagen in Wasserschutzzonen untersucht werden. Betroffen sind 3000 Häuser, rund zehn Prozent aller Grundstücke. "Mit Hinweis auf die auslaufende Frist halten diese Anbeiter bislang untätige Eigentümer nicht zur Prüfung an, sondern versuchen stattdessen, noch schnell einen lukrativen Sanierungsauftrag zu ergattern", warnen die Mitarbeiter des Projektes "Kanaldichtheit" der Verbraucherzentrale. "Eine Reparatur ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch gar nicht nötig. Das Flickwerk für Abwasserkanäle wird außerdem meist zu zweifelhaften Bedingungen und viel zu teuer angeboten."

Die Experten stellen klar: Lediglich die Frist zur Prüfung läuft aus, zur Sanierung eines Schadens bleibt eine Zeit zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Bagatellschäden müssen gar nicht behoben werden. Wie viele der betroffenen Neusser Grundstückseigentümer den Kanalcheck bereits durchlaufen haben, ist unklar. Das wird durch die ISN nicht überwacht oder überprüft. Auf ihrer Internetseite (www.vz-nrw.de/kanalhaie)gibt die Verbraucherzentrale Tipps, wie man unseriöse Anbieter erkennt. Lockangebote mit Preisen von unter 100 Euro etwa seien verdächtig. Die ISN rät dazu, sich an der Landesliste der zugelassenen Firmen zu orientieren. Die ist einzusehen untter der Internetadresse:

www.sadipa.it.nrw.de/Sadipa

(angr)
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