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Neuss
Karnevalisten trauern um ersten Hoppeditz der Stadt

Neuss. Man braucht im Karneval kein Präsidentenamt, um die fünfte Jahreszeit (mit)prägen zu können. Das hat Lothar Bäsken bewiesen, der als erster Hoppeditz der Stadt sogar Karnevalsgeschichte geschrieben hat. Der Mundartkenner und Possenreißer, der selbst kritische Anmerkungen zum Treiben in seiner Heimatstadt stets augenzwinkernd machte, ist nun für immer verstummt. Er starb am vergangenen Wochenende im Alter von nur 66 Jahren. Seine letzte Ruhestätte wird Lothar Bäsken morgen auf dem neuen Friedhof in Reuschenberg finden.

Von den Karnevalsgesellschaften standen Bäsken zwei besonders nahe: Die Stadt- und Prinzengarde, die ihn mit dem Quirinusstern auszeichnete. Seine Laudatio auf die Garde in deren Jubeljahr war Bäskens letzter Auftritt auf karnevalistischer Bühne. Karnevalistisch zuhause war der Finanzberater bei der NKG "Blaue Funken", deren Veranstaltungen er als Sitzungspräsident von 1994 bis 1999 moderierte und die ihn zum Ehrensenator machte. Aber Freunde hatte Bäsken, der Prinz Karneval der Session 1997/98 in Neuss, in allen Vereinen.

In seinem Heimatort etablierte Bäsken mit Freunden im Jahr 2000 den Heimatverein Gartenvorstadt Reuschenberg. Bei dessen Mundart-Abenden wie auch im Künstlerstammtisch "Kappesköpp" war Bäsken bis zuletzt eine feste Größe.

(-nau)
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