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Neuss
Kein Platz für "Milli Görüs" bei Frühlingsfest der Kulturen

Neuss. Nach einer durch den Pfingststurm "Ela" im vergangenen Jahr verursachten Zwangspause feiert Neuss am heutigen Samstag von 11 bis 17.30 Uhr wieder ein "Frühlingsfest der Kulturen" auf Markt und Freithof. Dieses Fest wird mit einem "Markt der Möglichkeiten" verbunden, bei dem sich Vereine und Einrichtungen ausländsicher Gruppierungen in Neuss mit ihrer Arbeit vorstellen können. Das Interesse seitens dieser Migrantenvertreter war so groß, dass der Koordinationskreis, den der als Veranstalter auftretende Arbeitskreis "Integration der Migranten in der Stadt Neuss" mit der Organisation beauftrag hat, Bewerber ausladen musste.

Getroffen hat es zum Beispiel den Verein "Milli Görüs", der sich bei der Stadt schriftlich darüber beschwert hat und von Ausschluss spricht. Er bedauere, so teilt Sozialamtsleiter Hans-Peter Oebel dem Verein in einem Antwortschreiben mit, wenn dieser Eindruck entstanden sei, doch von Ausschluss könne nicht die Rede sein. Es habe, so teilt die Verwaltung auf Nachfrage mit, auch nie eine Zusage sondern nur eine Annahme des Antrages gegeben. Den hatte Milli Görüs zum ersten Mal gestellt. Über die Bewerbungen entschied der Arbeitskreis, bestätigt Antonio Christóbal, der bei der Caritas arbeitet und in dem Koordinationskreis mitarbeitet. Die Tatsache, dass Teile der Milli-Görüs-Bewegung vom Verfassungsschutz beobachtet werden, habe keine Rolle gespielt.

Angeboten werden heute ein Kinderprogramm, ein Bühnenprogramm mit künstlerischen Darbietungen für Jung und Alt sowie sportliche Attraktionen. Allen Teilnehmern am Frühlingsfest wird die gesamte Infrastruktur einschließlich Moderation unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Mit dem Fest soll zum Abbau von Vorurteilen beigetragen werden.

(-nau)
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