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Neuss
Keine Extrazufahrt zum Neubaugebiet Uedesheim

Neuss. In der Martinus-Grundschule Uedesheim bleiben die digitale Tafel und die angeschafften iPads im Unterricht zu oft ungenutzt. Grund dafür ist die schlechte Anbindung der Schule an das Internet. Mit der Bitte, das zu ändern, wandte sich der Bezirksausschuss Uedesheim an die Verwaltung. Für ihn war die Breitbandversorgung eines der großen Themen in der jüngsten Sitzung. Aus gegebenem Anlass.

In neun Tagen endet die von der Firma Deutsche Glasfaser gesetzte Frist, innerhalb derer die Uedesheimer ihr Interesse zum Anschluss an ein geplantes Glasfasernetz bekunden können. 40 Prozent der Haushalte im Ort sind die geforderte Quote, 21 Prozent hatten das bis gestern getan, berichtet Stefan Crefeld (CDU), der Vorsitzende des Bezirksausschusse. Der beauftragte die Verwaltung, mit dem Infrastrukturunternehmen Gespräche mit dem Ziel aufzunehmen, die 150 Häuser, die im Neubaugebiet Kreuzfeld entstehen, in dieser Quote zu berücksichtigen.

Das Neubaugebiet war das zweite große Thema der Versammlung. Die übte Kritik an der, wie sie meinte, schleppenden Umsetzung der seit langem diskutierten Pläne. "Wir brauchen den Zuzug junger Familien", sagt Crefeld. Nicht zuletzt die Entwicklung des Nahversorgungszentrums, dessen Geschäfte eine bestimmte Einwohner- und damit Kundenzahl benötigen, hänge davon ab.

Dass das Neubaugebiet nun tatsächlich nicht über den Norfer Weg an die B 9 angeschlossen werden kann, hatten die Politiker schon aus dem Unterausschuss Mobilität erfahren. Dort hatte Hans-Heinrich Rose, der Experte für Verkehrstechnik im Amt für Stadtplanung, die Folgen aufgezeigt, wenn an der Kreuzung Norfer Weg/B 9/Tucherstraße noch eine weitere Grünphase eingetaktet werden müsste. In Stoßzeiten würde die Grüne Welle auf der B 9 zusammenbrechen, der Stau wäre programmiert.

So bleibt Uedesheim auch künftig vor allem über die Rheinfährstraße erreichbar, die den Bezirksausschuss erst in der Sitzung zuvor beschäftigt hatte. Ein "Schlupfloch" wäre die Straße Am Reckberg, wo jetzt auf Anregung von Peter Ott (SPD) bis Grimlinghausen Tempo 70 eingeführt wurde.

(-nau)
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