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Neuss
Kinderstadt: Stadt verzichtet auf Gebühren

Neuss. Katholischer Jugendverband spricht von Mindesterfolg, der Bürgermeister von Entgegenkommen.

Der Brief aus dem Neusser Rathaus, der am Freitag beim KjG-Diözesanverband in der Post war, ist für die Katholische junge Gemeinde bares Geld wert. Denn die Stadt verzichtet auf Gebühren in Höhe von exakt 702 Euro, die die Verwaltung dem Verband zur Vorbereitung und Ausrichtung der KjG-Kinderstadt während der Herbstferien in der Elmar-Frings-Turnhalle erst in Rechnung gestellt hatte.

Bürgermeister Reiner Breuer spricht von einem Entgegenkommen und begründet den Verzicht mit einem Versäumnis der Verwaltung. Es sei nicht kommuniziert worden, dass Gebühren für die Nutzungsänderung der Turnhalle (546 Euro) wie auch für die Bauabnahme (156 Euro) zu erheben sind, sagt er. "Wir verzichten auf eine Extra-Erhebung. Die Genehmigungsgebühren sind jetzt Teil der Gesamtkosten, die für die Hallennutzung zu zahlen waren", sagt Breuer.

Für Christoph Sonntag, den Projektleiter der Kinderstadt, markiert dieser Verzicht die unterste Grenze dessen, was erhofft, wenn nicht sogar erwartet worden war. Er spricht von einem Mindesterfolg und fügt hinzu: "Dass wir als Einnahmequelle dienen sollen, ist ein Unding."

Der KjG tat der Gebührenbescheid auch deshalb weh, weil der Brandschutzbeauftragte der Stadt die Messe-Stellwände, mit denen die Turnhalle eingeteilt wurde, nicht genehmigen konnte. Mehrkosten nach Angaben des Verbandes: 3000 Euro. Man habe gehofft, dass sich die Stadt an diesen Mehrkosten beteiligt und vielleicht auch auf die Gebühr für die Nutzung der Halle und einiger Schulräume verzichtet, sagt Sonntag. Doch darauf lässt sich Breuer nicht ein. Die Sicherheit der Kinder, um die es bei den Stellwänden ging, sei nicht zu verhandeln.

Bei der Kinderstadt hatten 180 Kinder geübt, wie eine Stadt funktioniert. Schirmherr war Bürgermeister Reiner Breuer.

(-nau)
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