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Neuss
Kleine Lösung fürs Fußball-Zentrum

Neuss: Kleine Lösung fürs Fußball-Zentrum
Zwei Partner, ein Ziel: Heinz Sahnen und Jürgen Fels (r.). FOTO: lber
Neuss. Zum ersten Mal in der Sportgeschichte der Stadt fassen mit der DJK Gnadental und der SG Erfttal zwei Fußballvereine ihre A- und B-Jugendmannschaften zusammen. Eine entsprechende Kooperation wurde jetzt unterzeichnet. Von Christoph Kleinau

Sie gilt für zwei Jahre, doch Heinz Sahnen (Erfttal) und Jürgen Fels (Gnadental) sind sicher: Die Zusammenarbeit soll dauerhaft sein - und die gemeinsame Jugendarbeit nur ein erster Schritt. Hans-Peter Gummersbach, Jugendwart der SG Erfttal, preschte mit einer Frage sogar ganz weit vor: "Warum gründen wir nicht den 1. FC Neuss-Süd?"

Die Idee hinter der Frage ist nicht ganz neu. Schon lange führen die Vereine gerade im Neusser Süden, namentlich auch in Norf und Weckhoven, Gespräche zu einer vertiefenden Zusammenarbeit - bis hin zur Bildung eines Fußballzentrums. Die scheiterten weniger an der sportlichen Konkurrenz als vielmehr an der Frage, auf welcher Bezirkssportanlage dieses Zentrum angesiedelt werden soll. Dieses Kirchturmdenken kommt nicht nur in Zeiten einer Sportentwicklungsplanung unter Druck, die auf Zentrenbildung setzt, sie behindert auch den sportlichen Erfolg. Gerade unter diesem Aspekt fanden die beiden Nachbarvereine zusammen.

Die SG Erfttal, fasst Sahnen als Vorsitzender zusammen, hat mit 35 Jugendlichen in den A- und B-Jugendmannschaften eine gute Truppe, die A-Jugend unter Trainer Vedat Atalay sogar eine starke Saison gespielt. Aber den guten Leuten könne die SG beim Wechsel in eine Seniorenmannschaft nur die Kreisliga B anbieten. Keine allzu verlockende Perspektive. Die DJK wiederum, die im Vorjahr keine A-Jugend zur Saison melden konnte, spiele immerhin Bezirksliga. Gemeinsam können beide Vereine im Trikot der DJK Gnadental nicht nur mehr Mannschaften ins Turnier schicken, sie können neben dem Breitensport-Fußball auch eine Förderung anbieten. Ein Qualifizierung der Trainer und Betreuer müsse damit einhergehen. Das werde perspektivisch auch die Seniorenteams stärken.

Zum Personal gehört die Infrastruktur. Und da wird das im Herbst zu erwartende Sportentwicklungsprogramm, für das ein Fachbüro jetzt seine Empfehlungen vorgestellt hat, für einige Veränderungen sorgen. Die Bezirkssportanlage Gnadental wurde von den Planern dem Vernehmen nach als eines von mindestens drei Fußballzentren identifiziert, die entsprechend zu ertüchtigen sind. Die Erfttaler Anlage aber will Sahnen nicht abgehängt sehen: "Erfttal soll im Gegenzug Jugendsportzentrum werden."

Quelle: NGZ
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