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Neuss
Klinkhammer übernimmt die "Apostelgemeinden"

Neuss. Die Katholiken im Neusser Süden erfuhren es aus erster Hand: Der Pfarrverband "Neuss-Süd" der so genannten Apostelgemeinden (Weckhoven, Hoisten, Rosellen, Norf), wird keinen eigenen leitenden Pfarrer mehr bekommen. Das teilte der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki jetzt in einem Brief mit, mit dem er sich ausdrücklich an alle Gemeindemitglieder wendet. Zugleich bestellte er Pfarrer Willi Klinkhammer, den leitenden Pfarrer der Gemeinden "Rund um die Erftmündung" (Erfttal, Gnadental, Grimlinghausen, Uedesheim) mit Wirkung zum 1. Juni zum kanonischen Pfarrer des Pfarrverbandes Neuss-Süd.

"Ab jetzt", so fasst Klinkhammer einen Wunsch Woelkis zusammen, "arbeiten die Gremien und Gruppen der beiden Seelsorgebereiche zusammen". Zugleich bittet er um Unterstützung, "damit die Kooperation der beiden Seelsorgebereiche mit ihren jeweils vier Kirchorten gelingt". Klinkhammer plant einen Einführungsgottesdienst nach seiner Investitur durch den Generalvikar. Vorstellen muss er sich nicht mehr. 2011 wurde er leitender Pfarrer im Verband "Rund um die Erftmündung" und beendete damit die Vakanz, die nach Pastor Jochen Koenigs Ausscheiden aus dem Dienst 2010 entstanden war. Als Pfarrer Wolfgang Vossen im Juli 2014 den Neusser Süden verließ, um Krankenhausseelsorger in Düsseldorf zu werden, wurde Klinkhammer Pfarrverweser der Apostelgemeinden.

"Neuss-Süd" ist damit der erste von fünf Gemeindeverbänden in Neuss ohne eigenen leitenden Pfarrer. Im Kölner Erzbistum, das schon über 100 Planstellen im pastoralen Dienst nicht besetzen kann, gibt es davon 20. Für Klinkhammer heißt das, dass er von Verwaltungsaufgaben entlastet wird. Dazu wird auch in "Neuss-Süd" ein Verwaltungsleiter eingesetzt, kündigt Woelki an. "Rund um die Erftmündung" ist mit Frank Lautwein ein solcher schon seit Oktober tätig.

(-nau)
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