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Neuss
Kölner Architekt leitet Jury bei Leuchtenberg-Wettbewerb

Neuss. Mit der Sichtung der ersten Entwürfe aus einem Architektenwettbewerb hat das Verfahren zur Überplanung und Bebauung des Areals der Sauerkrautfabrik Leuchtenberg Fahrt aufgenommen. Ein Preisgericht unter Vorsitz des Kölner Architekten und langjährigen BDA-Präsidenten Kaspar Kraemer nahm dazu hinter verschlossenen Türen im Haus des Bauvereins jetzt die städtebaulichen Rahmenpläne in Augenschein, die von insgesamt acht zum Wettbewerb eingeladenen Büros vorgelegt worden waren. "Da könnte was Gutes bei herauskommen", hieß es im Anschluss aus Teilnehmerkreisen.

Einige der Büros wurden von der Jury in dieser ersten Runde aussortiert, die anderen dürfen nun bis nach den Sommerferien ihre Pläne überarbeiten und verfeinern. Ersteres meint, die Hinweise aus der Jury aufzugreifen. Mit Verfeinern wiederum ist gemeint, dem Rahmenplan architektonischen Ausdruck zu verleihen. Abgabetermin ist Anfang August, die Jury tagt danach am 8. September erneut.

Der Siegerentwurf soll die Basis für das Bebauungsplanverfahren liefern, das der Bauverein Neuss als Bauherr im Herbst anschieben will. Frühestens im September 2017 hat das städtische Tochterunternehmen aber überhaupt Zugriff auf die Liegenschaft, die parallel mit dem Alexianer-Gelände in direkter Nachbarschaft gedacht werden soll.

Der Arbeitsauftrag an die acht teilnehmenden Büros war zunächst, Vorstellungen zur Nutzungsart der etwa einen Hektar großen Fabrikfläche zu machen. Vorgabe des Bauvereins: 10.200 Quadratmeter Wohnfläche sollen geschaffen werden. Dabei, so erklärt Bauvereins-Vorstand Frank Lubig, wurde den Architekten auch ein Wohnungsmix vorgegeben. 112 Zwei-Zimmer-Wohnungen wünscht sich das Unternehmen, da gerade die Nachfrage nach ihnen besonders groß ist. 43 Wohneinheiten in dem Quartier, das zu 80 Prozent öffentlich geförderten Wohnraum bieten soll, sind größer geplant. Über Grundrisse oder die genaue Zahl der Wohnungen aber könne zum gegenwärtigen Planungsstand noch nichts Definitives gesagt werden, betont Lubig.

Sehr speziell ist das Bauvorhaben auch durch das angrenzende Kloster Immaculata. Mit dieser Nachbarschaft wolle man sehr respektvoll umgehen, sagt Lubig.

(-nau)
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