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Neuss
Komödie aus Frankreich im TaS

Neuss. "Die Studentin und Monsieur Henri" von Yvan Calbérac hat heute Premiere.

Regisseur Sven Post ist ganz offen: "Ich kannte das Stück nicht", sagt er. Mehrere Komödien hatte ihm das Theater am Schlachthof zur Auswahl vorgelegt, seine Entscheidung für "Die Studentin und Monsieur Henri" fiel schnell: "Ich mag die Problematik mit einem misanthropischen alten Mann, der durch eine junge Frau eine Wandlung erlebt." Erst im vergangenen Jahr hatte das Stück von Yvan Calbérac seine deutschsprachige Erstaufführung in Hamburg, in Frankreich wird es seit seiner Uraufführung 2012 viel gespielt.

Das Stück erzählt von einem alten Herrn, der alles hasst. Ganz besonders seine Schwiegertochter Valerie. Sohn Paul setzt ihm die junge Studentin Constance in die Wohnung, die die eigene Wohnungsnot mit der Aufgabe verbindet, sich um den alten Mann zu kümmern. "Das Stück hat viele wunderbare Situationen", sagt Sven Post, "es ist witzig, spielt auch in einem typisch boulevardesken Raum mit vielen Türen, aber es ist nicht boulevardmäßig angelegt." Eben keine "Türklapp-Komödie", sondern eine "richtig knackige Geschichte" mit viel Durcheinander auf der Bühne: "Jeder ist ständig mit allem überfordert", sagt er lachend.

Gleichwohl hat er beim Bühnenbild Wert darauf gelegt, dass im TaS mal aus dem Vollen geschöpft wird. Spielort ist eine komplette Wohnküche aus den 1980er Jahren: "Und das muss man auch sehen. Ein ab-straktes Bühnenbild reicht da nicht aus", meint er und verspricht: "Jedes Element auf der Bühne wird auch bespielt."

Die Rolle des alten Mannes um die 70 spielt Bertolt Kastner (um die 50), der damit eine echte Herausforderung an die Maske stellt. Daniel Marré spielt den Paul, Natascha Popov dessen Frau Valerie und Barbara Wegener die Studentin Constance. Die Premiere heute Abend ist so gut wie ausverkauft, Karten gibt es aber für die morgige Vorstellung.

Info Blücherstraße 31, 02131 277499

(hbm)
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