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Neuss
Korschenbroicher Jusos wollen 2014 in den Stadtrat
Neuss: Korschenbroicher Jusos wollen 2014 in den Stadtrat
Marcel Knuppertz (20): Jusos in den Stadtrat. FOTO: Lothar Berns
Neuss. Nach achtjähriger Unterbrechung hatten sich die Jusos im Dezember 2012 wieder neu gegründet. Der Ortsverband Korschenbroich-Kaarst hat derzeit 30 Mitglieder, 17 davon in Korschenbroich. Beim Treffen in der Gaststätte "Schnaggebaas" wurde deutlich: Die Jusos blicken optimistisch in die Zukunft.

Zwar finden die Kommunalwahlen erst im nächsten Jahr statt, aber der Juso-Vorsitzende Marcel Knuppertz (20) wünscht sich schon jetzt, dass Jusos den Einzug in den Stadtrat schaffen.

Mit der aktuellen Kommunalpolitik sind sie so unzufrieden nicht: "Dass Haupt- und Realschule zu einer Sekundarschule werden, finden wir richtig", sagt Lehramtsstudent Knuppertz. Der behindertengerechte Ausbau der beiden Bahnhöfe wird von den Jusos ebenfalls begrüßt. Auf dem Wunschzettel stehen auch neue Mitglieder. Wobei ihnen eine gute Mischung wichtig ist: Neben angehenden Akademikern sind auch Schüler und Azubis willkommen. Der Juso-Kreisvorsitzende Christophe Kaucke (21) stammt aus Kleinenbroich. Er hat sich bereits Gedanken über den Bundestagswahlkampf gemacht – kein Wunder, gehört er doch dem vierköpfigen sogenannten Landeskampagne-Team der Jusos an.

Diese Ideenschmiede hat etwas von der politischen Konkurrenz, der Jungen Union, abgeschaut: den Tür-zu-Tür-Wahlkampf. "Er ist aber auch mit erheblichen Kosten und sehr viel Arbeit verbunden", sagte Kaucke. Rückendeckung für diese Idee bekam er von Uli Afflerbach (64) – der Genosse hat über 20 Jahre Erfahrung als Ratsmitglied und lobte den aufwendigen Plan: "Die persönliche Ansprache ist schon ganz wichtig." Und er hatte auch einen Tipp, wie die Jusos bei ihren Hausbesuchen auftreten sollen: "Als jemand, der etwas anbietet, und nicht als einer, der immer Recht hat."

Wovor er warnte: "Die Hausbesuche können emotional ganz schön belastend sein." Welches genau die Botschaften sein werden, steht noch nicht fest. Christophe Kaucke verriet jedoch schon jetzt, was den Jusos auf den Nägeln brennt: "Wir hätten gerne eine Ausbildungsplatzgarantie, würden die Sekundar- und Gesamtschule stärker fördern und sind dafür, dass die Meisterausbildung kostenlos wird."

Vereinbarkeit von Arbeit und Beruf ist ein weiteres Thema. Was die Jusos in 2013 ebenfalls mitgestalten wollen: die Jubiläumsfeier. Die SPD wird 150 Jahre alt.

Quelle: barni/ac
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