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Unternehmen Mit Ideen Kbht Kalus + Hilger
Kreative Beratung im Expertennetzwerk
Unternehmen Mit Ideen Kbht Kalus + Hilger: Kreative Beratung im Expertennetzwerk
Michael Kalus ist einer Gründer der Neusser Kanzlei KBHT Kalus + Hilger. Seit 1991 wurden Zug um Zug neue Standorte eröffnet. Inzwischen arbeiten rund 100 Mitarbeiter für KBHT. FOTO: Amdreas Woitschützke
Neuss. Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte – die Kanzlei KBHT bündelt Expertenwissen national und international. Von Frank Kirschstein

Zum Fototermin bittet Michael Kalus in die große Bibliothek, viele Regalmeter Fachliteratur auf mehreren Ebenen, ein Raum der Eindruck macht. Kalus ist einer von drei Partnern, die das Führungstrio der Steuerkanzlei KBHT Kalus + Hilger in Neuss bilden. Die Bibliothek in der KBHT-Zentrale an der Promenadenstraße kommt gediegen daher, Know-how gibt's hier noch zum Anfassen.

Fürs Geschäft zählt allerdings inzwischen noch mehr, was sich so repräsentativ nicht darstellen lässt. Modernster EDV-Einsatz und Vernetzung bundesweit ebenso wie international. "KBHT gehört mit rund 35 Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Rechtsanwälten sowie insgesamt rund 100 Mitarbeitern zu den Top 50 der Prüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland", sagt Kalus, der die Kanzlei 1991 mit zwei Partnern in Neuss gegründet hat.

Inzwischen gibt es neun Standorte in Nordrhein-Westfalen und Sachsen, von denen aus vor allem Mittelständler der unterschiedlichsten Branchen betreut werden. "Das reicht vom Freiberufler bis zur börsennotierten Aktiengesellschaft", sagt Kalus. Bei internationalen Mandanten arbeitet die Kanzlei im Ausland mit Beratungsgesellschaften des weltweit vertretenen IAPA-Verbundes (The International Association of Professional Accountants) zusammen. "Dafür braucht es interne Abläufe, EDV-Systeme und -Netzwerke, die den Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Standorten, aber auch die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit von Experten unabhängig von der Frage, in welchem Büro sie gerade arbeiten, ermöglichen", erklärt Steuerberater Thomas Schnettler, wie Kalus geschäftsführender Partner bei KBHT.

Die Kanzlei hat ihre Systeme für diese Anforderungen immer weiter optimiert. Digitale Buchhaltungssysteme, Schnittstellen mit den EDV-Systemen der Mandanten, Dokumentenmanagement mit elektronischen Akten – das sind die Grundlagen für ein vernetztes und kostenbewusstes Arbeiten. Über das auf Steuerberatung spezialisierte Rechenzentrum Datev in Nürnberg werden alle Daten zudem täglich mehrfach gesichert und so nicht nur vor unbefugtem Zugriff, sondern auch vor Verlust etwa durch Naturkatastrophen geschützt.

Nach dem Motto der Kanzlei – "Mehr Beratung. Weniger Steuer." – will KBHT mehr anbieten als "nur" Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Ob Rechtsberatung für Gründer oder in Spezialfragen des internationalen Handelsrechtes, Übernahme des Rechnungswesens für Freiberufler und Mittelständler oder Begleitung beim Erwerb oder Verkauf von Firmen bis zur Unterstützung bei der Vorbereitung eines Börsengangs reicht das Portfolio.

Gleichzeitig setzt sich KBHT auch unabhängig von Mandantenaufträgen mit steuerrechtlichen Fragen auseinander. Änderungen von Gesetzen und Rechtsprechung werden analysiert, um Empfehlungen zu geben. Das kann auch mal bis zur Prüfung vor Gericht gehen: Vor dem Finanzgericht Baden-Württemberg (Urteil: 3 K 2555/09) hat die Kanzlei zum Beispiel einen Sieg gegen die Finanzverwaltung errungen. Demnach dürfen Großbetriebe bereits Rückstellungen für die Kosten einer zukünftigen Betriebsprüfung bilden, auch wenn noch keine Prüfungsanordnung der Verwaltung vorliegt.

Der Nutzen für die Mandanten, die KBHT über eigene Newsletter, aber auch über zahlreiche Veröffentlichungen in Fachpublikationen informiert: "Viele Mittelständler leiden unter den hohen Kosten, die die Betriebsprüfungen der Finanzverwaltung verursachen. Nach unseren Erfahrungen kommen da schnell fünfstellige Beträge pro Jahr zusammen", sagt Kalus.

Für Innovation steht KBHT – von Focus-Money mehrfach als eine der 50 Top-Steuerberater-Kanzleien bundesweit ausgezeichnet – auch im Ausbildungsbereich: Sechs junge Leute sind derzeit in Ausbildung. Immer mehr wählen dafür das duale Studium, zum Beispiel an der Hochschule Niederrhein. In vier Jahren haben die Studenten dann nicht nur das Zertifikat als Steuerfachangestellter in der Tasche, sondern auch noch ihren Bachelor. "Ein enormer Zeitgewinn und für uns die Chance, uns qualifizierten Nachwuchs zu sichern", erklärt Kalus.

Quelle: NGZ
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