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Neuss
Kreative Ideen fürs Bahnhofsgelände

Neuss: Kreative Ideen fürs Bahnhofsgelände
Auch Baudezernent Christoph Hölters (am Mikrofon) und Armin Badort (ZIN) nahmen als Experten an der Veranstaltung teil. FOTO: woi
Neuss. Brennpunkte rund um den Bahnhof sollen mit einem Handlungskonzept weiterentwickelt werden. Bei einem Auftaktforum wurden Erklärungen geliefert. Zudem gab es die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen. Von Ute Böhm

Mit Karten und Stiften "bewaffnet" konnten sich Bürger jetzt in die Entwicklung des Bahnhofsumfelds einbringen. Was wünschen sie sich und was sind die Dinge, die dringend verändert werden müssen? In einem Auftaktforum im Gare du Neuss sammelten die Verantwortlichen Anregungen von den Menschen, die ihren Stadtteil wirklich gut kennen. Am Ende waren die Stellwände voll und die Planer können sich nun ans Werk machen.

Die Potenziale zu Veränderungen in der Region um den Bahnhof sollen in einem Entwicklungskonzept zusammen getragen und im Dialog weiter entwickelt werden. Ziel ist es, im kommenden Sommer einen Arbeitsplan auf dem Tisch zu haben, der Orientierungshilfe für Entscheidungen, Maßnahmen und Investitionen rund um den Marienkirchplatz, Bahnhof und das Gelände der ehemaligen Fabrik Bauer und Schauerte geben soll.

Ein solches "Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für das Bahnhofsumfeld Neuss" erarbeiten nicht die Stadtplaner allein. Als externe Fachleute wurden die Experten des Unternehmens "Schulten Stadt- und Raumentwicklung" hinzugezogen. Nach einer ersten Bestandsaufnahme in der Verwaltung kamen jetzt die Bürger zu Wort, ihre Anregungen und Wünsche sollen in das Konzept einfließen. Rund 80 Besucher nutzten die Gelegenheit im Gare die Neuss. Schon in einem Rundgang vor der Veranstaltung wurde klar, dass sich viel um die Themen Verkehr und Wohnen drehen wird. Vor allem der Bahnhofsvorplatz und die Situation unter der Unterführung würden die Neusser gerne ändern. Für das brach liegende Gelände der ehemaligen Schraubenfabrik wurden Wünsche genannt, Teile zu erhalten, zum Beispiel für eine Markthalle. Auch ein Radwegekonzept steht auf dem Wunschzettel.

Marc-Lucas Schulten klärte über die Entstehung des Konzepts auf: Im ersten Schritt wird der Ist-Zustand analysiert und zusammen getragen, dabei ist Bürgerbeteiligung erwünscht. Die Ergebnisse werden dann in einem Leitbild zusammen geführt und weiterentwickelt. In einem Abschlussforum soll dann im kommenden Sommer das Entwicklungskonzept vorgestellt werden.

Jochen Goerdt, Vorsitzender des Initiativkreises Nordstadt, stellte dem Stadtplaner die Frage nach der Verbindlichkeit eines solchen Konzepts. Schulten stellte klar: "In vielen Bereichen eines solchen Plans entscheiden später die Investoren, aber im Bereich Straßenverkehr geht es auch um mögliche Fördermittel. Und die bekommt eine Stadt nur mit einem schlüssigen Konzept." Als Experten holte der externe Fachmann dann den Beigeordneten Christoph Hölters und Armin Badort von der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss an das Mikrofon. Hölters stellte heraus, dass das erste Anliegen der Stadt sei, die öffentlichen Räume aufzuwerten. Nach der Schlagzeile für 2025 gefragt, stellte sich Hölters vor: Neuss erfindet sich am Bahnhof neu.

Dann konnten sich die Besucher mit Stift und Karte an vier Stationen wagen. Für das Quartier stellten die Bürger den Wunsch nach mehr Begegnungsorten in den Mittelpunkt. Im Bereich Ökonomie kamen die Wünsche nach höherwertigem Gewerbe und einem Experimentierort für Start-Up-Unternehmen an die Wand. Wenn es ums Wohnen geht, steht das Gelände der ehemaligen Schraubenfabrik im Mittelpunkt, Teile sollen erhalten bleiben, aber auch attraktives Wohnen ist von großem Interesse.

Die Station Mobilität stand für den Wunsch nach besseren Busangeboten und vor allem Sicherheit an unübersichtlichen Stellen.

Quelle: NGZ
 
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