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Rhein-Kreis Neuss
Kreis hofft auf NRW-Mittel für Wirtschafts-Innovation

Rhein-Kreis Neuss: Kreis hofft auf NRW-Mittel für Wirtschafts-Innovation
Bertram Geiser von der Niederrhein GmbH managt die Projekte. FOTO: Woi
Rhein-Kreis Neuss. Land legt gewaltiges Wirtschafts- und Strukturförderprogramm auf. Der Kreis beteiligt sich über die Standort Niederrhein GmbH mit fünf Projekten. Von Ludger Baten

Mit fünf Projekten aus drei Schlüsselbranchen der Region - Energie, Logistik, Maschinenbau - unter einem konzeptionellen Dach bewirbt sich die Standort Niederrhein GmbH am mit 2,4 Milliarden Euro dotierten Wirtschafts- und Strukturförderprogramm EFRE, das jetzt vom Land für den Zeitraum bis 2020 aufgelegt wurde. "Wir hoffen, dass wir Fördermittel für unsere Region Mittlerer Niederrhein gewinnen können", sagt gestern Bertram Gaiser im Kreisausschuss. Der Geschäftsführer der Standort Niederrhein GmbH, deren Mitgesellschafter der Rhein-Kreis ist, erntete keinen Widerspruch aus der Politik. Im Gegenteil. Die Fraktionen nahmen sein Konzept und seine Projektplanung ohne Murren und kritische Anmerkungen zu Kenntnis.

Ob der Mittlere Niederrhein mit einem oder mehreren seiner Projekte zum Zuge kommt, wird sich frühestens zur Jahreswende zeigen. Die Entscheidung durch die Bezirksregierungen bereitet ein Gutachterausschuss vor, der auch detailliertere Unterlagen und Nacharbeiten anfordern kann. Für den aktuell auf die Regionen ausgerichteten Wettbewerb stehen landesweit 30 Millionen Euro zur Verfügung, die als Komplementärmittel eingesetzt werden. Das heißt, dass bei Zuschussgewährung der Antragsteller einen Eigenanteil leisten muss; im Normalfall sind das 50 Prozent.

Betram Gaiser weiß, dass sich rund ein Dutzend NRW-Regionen beteiligt haben. Das Volumen der fünf Niederrhein-Projekte summiert sich auf mehr als zwei Millionen Euro. Gaiser hofft, dass zumindest drei, vier Ideen in die Förderliste Aufnahme finden, so dass zwischen 750 000 Euro und einer Million am Mittleren Niederrhein ankommen könnten. Die Umsetzung der Projekte erfolgt dann durch die betroffenen Akteure, dahinter verbergen sich unter anderem Unternehmen und auch Hochschulen.

Welches Ziel verfolg ein Projekt konkret? Beispiel "Intelligente Energienetze". Dabei gehe es darum, so Gaiser, vorhandene Energiekapazität über das Netz stabil zum Nutzer zu steuern, dabei Leistungsschwankungen, durch Witterungseinflüsse verursacht, oder Spitzenverbrauch ausgeglichen und dabei ökonomische Potenziale gehoben werden.

Von den sechs Gesellschaftern der Standort Niederrhein GmbH versammeln sich lediglich vier (die Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie die Kreise Viersen und Neuss) hinter den fünf Projekten des Mittleren Niederrheins. Die Kreise Kleve und Wesel scheren aus der Niederrhein GmbH aus und bilden mit Duisburg eine gemeinsame Region - "aus alter Tradition", wie es Bertram Gaiser gestern im Kreisausschuss formulierte.

Quelle: NGZ
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