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Neuss
Künstler interpretieren "Das Gebet"

Neuss. Kunstwerke in St. Peter und der Trinitatiskirche behandeln das Thema Beten. Von Jessica Balleer

Es gibt dieses eine Element im Glauben, das alle Religionen miteinander verbindet: das Beten. "Was kann der Mensch durch das Gebet erreichen, und wie soll er beten?" Diese Frage hatte sich im Jahr 2008 Alexander Boeminghaus, der damalige Präsident der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus der Eifel und den Ardennen, gestellt. Ein Dutzend Künstlerinnen und Künstler schloss sich daraufhin zusammen, und die internationale Ausstellung "Das Gebet" war geboren. Im Kloster Knechtsteden bei Dormagen feierte sie Premiere. Und ab Freitag, 28. Oktober, wird sie erstmals in Neuss zu sehen sein.

Drei Wochen lang zeigen 26 Künstler aus der ganzen Welt ihre Werke. "Die Bilder zeigen, wie der Künstler das Beten versteht", sagt Christa Brinckmann, Mitorganisatorin und Mitglied der katholischen Pfarrgemeinde St. Rosella. "Zu jedem Kunstwerk haben die Erschaffer außerdem einen kurzen Text geschrieben und ihre Gedanken festgehalten." In Monheim hatte Christa Brinckmann die Schau gesehen - und wollte sie seither nach Neuss holen. Jeden Tag um 10 Uhr wird sie die Kirchentür der St.-Peter-Kirche in Neuss-Rosellen für Ausstellungsbesucher öffnen. Zwei weitere Merkmale machen die Ausstellung "Das Gebet" zu etwas Besonderem: Als ökumenisches Projekt wird etwa die Hälfte der 40 Bilder in der evangelischen Trinitatiskirche zu sehen sein.

Außerdem hat das Organisationsteam um Brinckmann auch Neusser angesprochen, die eigene Kunstwerke zum Thema "Beten" zeigen werden. Das macht sie zu einer "Mitmach-Ausstelllung". Darunter sind Bilder von fünf Grundschülern der St.-Peter-Schule und der syrischen Künstlerin Durra Aziz. Die Muslima war früher Kunstlehrerin und lebt seit ihrer Flucht aus Syrien in Neuss-Norf. "Und dann ersetzt Gott die dunklen Gedanken der Menschen mit hellen", schreibt Aziz und kleidet die Hoffnungen in Worte, die sie mit dem Beten verbindet.

Um 19 Uhr wird die Schau am Freitag, 28. Oktober, in der Trinitatiskirche eröffnet. In der St.-Peter- Kirche beginnt die Vernissage um 21 Uhr. Sonntags wird im Anschluss an die heilige Messe je eine Künstlerin oder ein Künstler in beiden Kirchen durch die Ausstellung führen.

"Jeder sieht das Beten anders. Das macht die Sache so spannend", sagt Christa Brinckmann, "und meist gibt einem Gott eine Antwort."

Quelle: NGZ
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