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Neuss
Kulturforum setzt auf Studienvorbereitung

Neuss. Im Winterprogramm der Alten Post sind Klassiker und Workshops mit neuen Trends zu finden. Von Jessica Balleer

Mit der Kombination aus städtischer Galerie, bildendem Kunstort und einem Bühnenforum mit angegliederter Schule, ist das Kulturforum Alte Post einzigartig in ganz Deutschland. Und dieser Facettenreichtum spiegelt sich wider, im neuen Kursprogramm für das Wintersemester 2016/17, das Einrichtungsleiter Hans Ennen und Kurator Klaus Richter nun vorgestellt haben. Die neue Broschüre ist 142 Seiten dick, und sie beinhaltet ein Angebot für Kreative aller Altersgruppen. Es gibt regelmäßig stattfindende Kurse, vor allem aber setzt das Team auf zeitliche Flexibilität und das Konzept der Workshops.

Gegliedert ist das Kursbuch in die vier Themenbereiche "Schauspiel/Musiktheater", "Bildende Kunst/Gestaltung", "Angebote für Kinder und Jugendliche" sowie "Kultur und Schule". Das Basisangebot ist auf die Studienvorbereitung ausgerichtet. Schwerpunktmäßig sind das die Mappenvorbereitung oder Schauspielkurse, in diesem Semester beispielsweise der Kursus "Monologe" mit Petra Kuhles. Er ist als Training für die Aufnahmeprüfung an einer Schauspielschule konzipiert.

Parallel dazu startet die Alte Post mit drei neuen Ensemble-Produktionen. Für die Jugendtheater-Produktion mit Dennis Palmen ist in Kürze ein Auswahltreffen geplant. Schwerpunkt ist auch hier die Studienorientierung. Die Erwachsenenproduktion ist ein "Faust"-Projekt. "Das wird eine tolle Arbeit, durchweg von eigenen Kräften durchdacht und gestaltet", sagt Ennen.

Mit seinem Workshop-Konzept geht das Kulturforum mit dem Trend. Schmuckwerkstatt, Lebenskunst, Ölmalerei oder Photoshop-Wochenenden wird es geben. Woran es trotzdem in den vorbildenden Kursen mangelt: Männer. "Frauen sind zu 60 bis 70 Prozent Träger der Kultur", sagt Klaus Richter. Er betreut das Programm rund um die Kunst-Ausstellungen. Richter sieht in der Alten Post eine Kreativitätsschmiede - in der ein Austausch zwischen jungen und erwachsenen Kreativen, Anfängern und Erfahrenen, Frauen und auch Männern möglich sein soll.

Sein interkulturelles Engagement führt das Team fort. "Kunst ist ein Abbild dessen, was uns umgibt", sagt Hans Ennen. Der "Art & Cultural Club" mit Anke Jüngels und Claudia Ehrentraut jeden Montagnachmittag ist ein Beispiel dafür: Geflüchtete Kinder können hier malen, basteln und kreativ sein. Zum Wintersemester 2016/17 startet auch das kostenlose Projekt "Transcity" für Kinder von zehn bis 14 Jahren. Ab dem 19. Oktober gestalten sie Modelle der "Städte von morgen. Das Kursheft liegt in der Alten Post aus und ist im Internet einsehbar.

Quelle: NGZ
 
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