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Neuss
Land belegt leere Schule mit bis zu 200 Asylbewerbern

Neuss. Die Stadtverwaltung ist in Alarmbereitschaft. Seit gestern steht fest, dass das Land die leerstehende Schule am Wildpark kurzfristig zur Notunterkunft machen und mit etwa 200 Flüchtlingen belegen wird. "Wir wissen nicht, was das Wochenende noch bringt", sagte Sozialdezernent Stefan Hahn, der deswegen für etliche Mitarbeiter Rufbereitschaft angeordnet hat.

Am Dienstag hatte ein Krisenstab bei der Bezirksregierung Arnsberg, der in Flüchtlingsfragen federführenden Behörde, die Kommunen angeschrieben und um Nennung kurzfristig verfügbarer Unterbringungsmöglichkeiten gebeten. "Wahrheitsgemäß", so Hahn, habe die Stadt darauf die Schule am Wildpark genannt. Der Komplex an der Aurinstraße steht leer, seit die dort beheimatete Förderschule vor einigen Monaten mit der Herbert-Karrenberg-Schule am Standort Neusser Weyhe zusammengelegt worden ist. Die Stadt hatte die leere Schule auf ihrer Prioritätenliste für eigene Flüchtlingsunterkünfte auf Platz drei gesetzt, hinter der Dreifachturnhalle Allerheiligen und der Mehrzweckhalle Holzheim. Gestern zog das Land diese Option für sich.

Die Stadt stellt in diesem Fall nur die Liegenschaft, sagte Hahn nach der Schlüsselübergabe gestern Morgen. Die Unterkunft an der Aurinstraße wird von dem Sozialdienstleister European Homecare als Dependance der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) im ehemaligen Alexius-Krankenhaus betrieben. Deren Kapazität war gerade erst auf 1150 Plätze ausgeweitet worden. Aber das reicht nicht.

(-nau)
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