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Neuss
Land tritt auch in Neuss auf die Mietpreisbremse

Neuss. Neuss gehört zu den 22 Städten in Nordrhein-Westfalen, in denen ab dem 1. Juli die Mieten bei einem Mieterwechsel gedeckelt werden sollen. Das soll sprunghafte Mieterhöhungen verhindern. Entsprechende Informationen des Neussers Reiner Breuer MdL (SPD), dem baupolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, wurden gestern von offizieller Seite bestätigt. Demnach soll die Landesregierung heute einen Beschluss zur so genannten Mietpreisbremse fassen.

Wie Neuss stehen nur Städte auf der Liste, in denen wegen eines besonders angespannten Wohnungsmarktes die zulässige Miete für die Wiedervermietung einer Wohnung auf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt ist. Es sei richtig, dass die Landesregierung auch in Neuss derart regulierend eingreift, sagt Breuer, der von einem guten Signal für alle Mieter spricht. "Der Wohnungsmarkt ist stark angespannt. Wohnen muss für die Menschen aber bezahlbar bleiben", sagt Breuer. Deshalb müssten sich Mietpreissteigerungen in sehr engen Grenzen halten.

Breuer ist sicher, dass die Mietpreisbremse nicht zur "Investitionsbremse" wird und dem Bau neuer Wohnungen sowie der energetischen Sanierung der Altbestände nicht entgegenstehen wird. Sein Argument: Die Regelung finde eben nicht bei Neubauten und umfassenden Sanierungen Anwendung. Aus dem Rhein-Kreis Neuss wird neben Neuss nur die Stadt Meerbusch in den Anwendungsbereich der Mietpreisbremse einbezogen.

Die Mitglieder der Neusser Immobilien-Börse reagierten gelassen auf die angekündigte Mietpreisbremse. Man habe damit kein Problem, sagt Makler Karl Josef Matheisen. "Wir sind froh, wenn wir den Mietpreisspiegel erreichen", sagt er.

(-nau)
 
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