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Neuss
Landesregierung hält an Radschnellweg fest

Neuss: Landesregierung hält an Radschnellweg fest
Radfahrer sollen künftig die 31 Kilometer lange Strecke von Neuss über Düsseldorf nach Langenfeld und Monheim kreuzungsfrei fahren können. FOTO: pixabay.com
Neuss. Fragen der Finanzierung und des Baubeginns für das Projekt Neuss-Langenfeld bleiben offen.

Wie hält es die neue Landesregierung mit den Radverkehrsprojekten, die noch unter Rot-Grün im Land angeschoben wurden? Diese Frage treibt vor allem die Grünen im Land um. Dabei hat Roland Kehl als deren verkehrspolitischer Sprecher in der Stadtratsfraktion nicht den Eindruck, dass an dem Radschnellweg Neuss-Düsseldorf-Langenfeld-Monheim, dem aus Neusser Sicht bedeutendsten Projekt, "nicht weiter gearbeitet wird." Aber: Fragen kostet ja nichts.

Also richtete die Grünen-Landtagsfraktion eine Kleine Anfrage an die Landesregierung von CDU und FDP, die von Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) jetzt beantwortet wurde. Der betont vorab, dass die Landesregierung die Radverkehrsinfrastruktur insgesamt stärken will, und wertet die Radschnellwege "als sinnvolle Ergänzung des Netzes". Die Landesregierung, so der Minister wörtlich, "wird die Planung und den Bau weiter verfolgen". Diese Aussage bezieht sich auf den schon am weitesten gediehenen "Radschnellweg Ruhr" (RS1), der auf 101 Kilometern Länge von Duisburg nach Hamm verläuft, sowie sechs weitere Radschnellweg-Vorhaben mit Streckenlängen von acht bis 45 Kilometern.

Der Radschnellweg Neuss-Langenfeld hatte die Lokalpolitik zuletzt im Februar beschäftigt. Kurz zuvor hatte ein Kölner Planungsbüro seine Machbarkeitsstudie vorgelegt. Seitdem wird an der Ausführungsplanung gearbeitet. Ratsbeschlüsse über die Machbarkeitsstudie und die weiteren Planungen lägen aus allen Anrainer-Kommunen vor, fasst die Antwort aus dem Ministerium zusammen, allerdings hat die (wohlhabende) Stadt Monheim für sich beschlossen, ihr Teilstück des Radschnellweges als kommunalen Radweg zu bauen.

Insgesamt wird der Radschnellweg 36 Kilometer lang, 2,68 davon liegen auf Neusser Stadtgebiet. Dieses Teilstück führt vom Neusser Markt über Hammer Landstraße, Langemarckstraße und Stresemannallee zur Kardinal-Frings-Brücke und weiter Richtung Düsseldorf.

Wann gebaut und wie finanziert wird - zu diesen auch aus Neusser Sicht wichtigen Fragen macht der Minister keine Aussage. Er stellt lediglich fest, dass sich die Landesregierung dafür einsetzen wird, dass NRW sowohl im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes als auch aus dem Fonds "Nachhaltige Mobilität für die Stadt" Fördergelder erhält.

(-nau)
 
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