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Neuss
Landtagswahl: Grüne suchen Herausforderer für Markert

Neuss. Die Mitglieder sind zur Kandidatur aufgerufen. Von Christoph Kleinau

Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen wird am Montag, 6. Juni, bei einer Mitgliederversammlung darüber entscheiden, wer bei der Landtagswahl im Mai kommenden Jahres im Wahlbezirk Neuss I, der mit der Stadt identisch ist, für die Partei kandidieren soll. Mit Bekanntgabe des Termins fordern Susanne Benary-Höck und Uwe Welsink als Vorstandssprecher in einem internen Schreiben zur Kandidatur auf. Wer sich zur Verfügung stellen möchte, soll sich an den Stadtverband wenden, heißt es in dem Brief, in dem bewusst keinerlei Frist gesetzt wird. Bewerbungen seien noch in der Versammlung möglich, stellt Welsink klar.

So lange wird Hans Christian Markert nicht warten. Der Landtagsabgeordnete möchte es aber wie seine Parteifreundin Sylvia Löhrmann halten. "Ich bin sehr gerne im nächsten Jahr bereit, eure Spitzenkandidatin zu sein - wenn ihr denn ,Ja' sagt", hatte die stellvertretende Ministerpräsidentin beim Landesparteitag in Neuss am Wochenende ganz vorsichtig formuliert. Und diese Zurückhaltung legt sich auch Markert auf, der 2012 in Neuss kandidierte, als die Partei 10,7 Prozent der Zweitstimmen erringen konnte. "Unsere Basis hat eine wichtige und bestimmende Funktion", sagt er. Und Welsink ergänzt inhaltlich: "Automatismen gibt es nicht."

Seit 2010 ist Markert im Landtag und hat auch die Absicht, wie er bestätigt, für eine weitere Legislaturperiode diesem hohen Hause anzugehören. Vor einigen Wochen konnte er dazu eine erste Weiche stellen, denn er erhielt das Votum, sich beim Landesdelegiertentag im September für einen der aussichtsreichen Plätze auf der Reserveliste bewerben zu können. Weil die Grünen bei Landtagswahlen bislang kein Direktmandat erringen konnten, ist diese Liste von entscheidenderer Bedeutung.

Auch Oliver Keymis, MdL aus Meerbusch, wird sich im September um einen dieser vorderen Listenplätze bemühen. Weil zu dessen Wahlkreis bei der Wahl 2012 Kaarst gehörte, wurde der in Kaarst wohnende Markert im Wahlkreis Neuss aufgestellt. Er ist im Ortsverband auch wegen seiner reservierten Haltung zur Frage einer schwarz-grünen Ratskoalition nicht unumstritten, hört aber doch so viel Zuspruch, dass er "sich vorstellen kann, in Neuss wieder anzutreten."

Die Neusser Grünen würden gerne einen Bewerber aus ihren Reihen sehen, sagt Welsink, dem noch keine Bewerbung vorliegt. Das letzte Wort aber wird die Kreis-Mitgliederversammlung haben.

Quelle: NGZ
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