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Neuss
Last Minute auf dem Ausbildungsmarkt

Neuss: Last Minute auf dem Ausbildungsmarkt
Nicht alle Ausbildungsplätze sind vergeben. FOTO: Arbeitsagentur/I. raupold
Neuss. Wer noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte so schnell wie möglich einen Termin bei der Berufsberatung organisieren. Der Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt ist in vollem Gang - und die Bewerbungen für 2017 laufen an. Von Andreas Buchbauer

Auf dem Ausbildungsmarkt ist der Endspurt im vollen Gange. Auch wer zum 1. August beziehungsweise 1. September noch keine passende Lehrstelle gefunden habe, hat keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken und zu resignieren. Das betont Angela Schoofs, Leiterin der auch für den Rhein-Kreis Neuss zuständigen Arbeitsagentur Mönchengladbach: "Es gibt noch eine ganze Reihe von freien Ausbildungsstellen in vielen Bereichen im Rhein-Kreis Neuss - sowohl im Handwerk, in der Industrie, in der Altenpflege, Gastronomie, in der kaufmännischen Branche und im Gesundheitsbereich." Generell gebe es noch eine große Auswahl, die auch den unterschiedlichen Stärken und Neigungen der jungen Menschen entgegenkomme. Auch Bachelor-Plätze in den Studienrichtungen Fitnessökonomie und International Business Management seien noch verfügbar.

Wer noch keine Ausbildungsstelle gefunden hat, muss aber auch aktiv werden. Daheim im stillen Kämmerlein kommt niemand vorbei, der eine Lösung anbietet. Und junge Menschen, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, dürfen nicht den Mut verlieren. "Sie sollten sofort mit unserer Berufsberatung Kontakt aufnehmen, um einen Termin zu vereinbaren", betont Schoofs. "In dem Gespräch wird der persönliche Berater des Jugendlichen gemeinsam mit ihm besprechen, welche Ausbildung am besten in Frage kommt, und ihm auch sofort entsprechende Ausbildungsangebote mitgeben." Die Berater geben auch Tipps für die Bewerbungsmappe. Zumal schon die Bewerbungsphase für 2017 begonnen hat.

Für Jugendliche, die wegen nicht so guter Noten oder aus anderen Gründen einen schwierigen Start in die Ausbildung haben, gibt es Qualifizierungsmaßnahmen. "Die ,Assistierte Ausbildung' ist ein sehr gutes Mittel, weil sie sowohl die Arbeitgeber als auch die jungen Menschen von Anfang an unterstützt", meint Schoofs. Es handele sich um eine normale duale Ausbildung in einem Betrieb, bei der Jugendliche intensiv betreut werden. Ein Ausbildungsbegleiter steht ihm zur Seite und stellt fest, in welchen Bereichen Unterstützung nötig ist - zum Beispiel Nachhilfe für den Berufsschulunterricht.

Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein betont, dass es noch freie Lehrstellen gibt. Sogenannte Matcherinnen vermitteln Auszubildende an Betriebe. "In den Berufsfeldern für Büroberufe, Groß- und Einzelhandel, Lager und Logistik sowie im Gastgewerbe gibt es noch freie Ausbildungsplätze", teilt Heinrich Backes von der IHK mit. "Jugendliche ohne Lehrstelle sollten sich dringend in der IHK-Lehrstellenbörse als ausbildungssuchend eintragen." Bei der Lehrstellenbörse handelt es sich um einen "dynamischen Marktplatz" zwischen Unternehmen und Jugendlichen. Darüber hinaus sollten sie sich bei der Agentur für Arbeit als ausbildungssuchend melden. Sowohl IHK als auch Arbeitsagentur bieten eine ganze Palette an Hilfen an - die von der Arbeitsagentur finanzierte betriebliche Einstiegsqualifizierung zum Beispiel. Sie bietet Langzeitpraktika an. Ziel ist es, dass die Jugendlichen im Anschluss in eine Ausbildung übernommen werden.

Quelle: NGZ
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