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Neuss
Lastwagenverkehr auf B 9 stieg seit 2010 um 130 Prozent

Neuss. Ohne eine Autobahnanschlussstelle Delrath kein Gewerbegebiet Silbersee: Auf diesen einfachen Nenner lässt sich die Meinung des Bezirksausschusses Uedesheim bringen, der sich jetzt einmal mehr mit der Verkehrsbelastung entlang von Bonner und Koblenzer Straße im Neusser Süden beschäftigen musste.

Er tat dies auf Basis von Zahlen, die der Lärmexperte und Gutachter Uwe Ritterstaedt aus amtlichen Quellen zusammengetragen hat. Sie unterstreichen für Stefan Crefeld, den Vorsitzenden des Bezirksausschusses, den "fast schon autobahnmäßigen Charakter" der B 9.

Ritterstaedt hatte Unterlagen des Landesbetriebs Straßen NRW und des Landesverkehrsministeriums ausgewertet und stellte im Ausschuss dar: Die Zahl der täglich gezählten Autos stieg im Zeitraum von 2010 auf 2015 von 10.755 auf 11.570 Personenwagen. Das entspricht einem Zuwachs von 7,6 Prozent und würde auch nicht so dramatisch empfunden - wären da nicht die dicken Brummis. Denn die Zahl der Lastwagen, die, so vermuten viele Uedesheimer, zum Teil über die B 9 rollen, um etwas Autobahnmaut zu sparen, stieg von 307 auf 710 am Tag. Mit einer Steigerung um 130 Prozent spiele die B 9 auch bundesweit eine Sonderrolle, behauptet Crefeld.

Angesichts dieser auch noch weiter wachsenden Verkehrsbelastung hält der Ausschuss die Delrather Anschlussstelle zur A 57 nicht nur für unumgänglich. Sie sei auch die Voraussetzung für das interkommunale Gewerbegebiet. "Es ist für uns unvorstellbar", sagt Crefeld, dass Dormagen vorher mit der Entwicklung auch nur anfängt.

(-nau)
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