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Serie Adventskerzen
Lichterkette oder Kerzen - Eine Frage der Gesinnung

Neuss. neuss (lai) Das Schmücken des Tannenbaums hat ja selten etwas mit Objektivität zu tun: Der eine mag Kugeln lieber, am liebsten in Rot, der nächste mag es ganz bunt, der andere wieder schlicht, am liebsten nur mit Strohsternchen. Das sind aber alles nur Geschmacksfragen.

Geht es dagegen um die adäquate Beleuchtung des Weihnachtsbaums, können schon mal lange philosophische Diskussionen entstehen. Weil früher alles besser war, argumentieren dann manche, müsse auch der Baum wie zu Omas Zeiten mit echten Kerzen bestückt werden. Alles Quatsch, kontern dann die Lichterketten-Anhänger, das sei bloß eine Verschwendung von Ressourcen, weil die elektrischen Lichter im Allgemeinen eine viel längere Lebenszeit hätten als die kleinen Kerzchen. Und sicherer sei die Lichterkette obendrein: Feuer und Tannenzweige, das weiß man ja von diversen Adventskranzbränden, verstehen sich schließlich nicht ganz so gut.

Allerdings: So sicher sind Lichterketten gar nicht, darauf weisen Feuerwehr und TÜV jedes Jahr aufs Neue hin. Sind die Ketten zum Beispiel von minderer Qualität, werden beim Schmücken schnell Drähte freigelegt, und man kann einen Stromschlag bekommen. Gerade für Kinder ist dies äußerst gefährlich. Wenn defekte Lämpchen außerdem durch falsche Glühbirnen, die etwa eine höhere Energieleistung als die anderen Lämpchen haben, ersetzt werden, kann die Kette überhitzen und Feuer fangen. Experten raten deshalb, schon beim Kauf auf Gütesiegel wie die "geprüfte Sicherheit" zu achten. Sie geben einen guten Hinweis auf die Qualität des Produkts. Beachtet man all dies, können die Lämpchen gefahrlos den Baum erleuchten - vorausgesetzt, man ist vom Typ Lichterkette und kein Kerzen-Fan.

Quelle: NGZ
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