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Neuss
Limes: Neusser referieren vor Unesco-Experten in Bonn

Neuss. Das Erbe der Römer und seine Erforschung hat Winfried Kessel (74) zu so etwas wie seiner Lebensaufgabe gemacht. Ehrenamtlich. Das passt in die Konzeption, die mit dem Vorhaben verbunden ist, den Niederrheinischen Limes, die Grenzbefestigung der Römer am Rhein, in die Liste des Welt-Kulturerbes der Unesco aufzunehmen. Die UN-Organisation erwartet dazu neben einem Vermittlungskonzept auch eine Beteiligung der Bürger. Den Willen dazu allerdings vermisst Winfried Kessel in seiner Heimatstadt Neuss mitunter.

Um so mehr freut er sich, dass er vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) zu einem Symposion nach Bonn eingeladen ist, wo es ab Montag um das "Bürgerschaftliche Engagement am Limes" geht. Gäste der Unesco werden erwartet, die Tagung selbst ist international besetzt. Auch aus Rumänien oder Schottland, wo Außengrenzen des Römischen Reiches zu sichern waren, werden Zuhörer erwartet.

Kessel ist aufgefordert, dort von seiner Arbeit zu berichten. Mit ihm reist Heinrich Birkenheuer nach Bonn, der ein Großmodell des so genannten Koenen-Lagers schuf und dieses gerne in einem Pavillon präsentieren würde, der in seiner Form einer römischen Infanteriekaserne nachempfunden sein sollte.

Kessel wiederum arbeitet an einer App, die Fahrradfahrer zur Tourenplanung auf Straßen und Wegen nutzen können, die schon die Römer benutzten - und die zugleich auf die Spuren hinweist, die die Römer in der Quirinus-Stadt hinterließen. Diese spezielle App, der Kessel den Titel "RömerEcken-NEU(SS)-Entdecken" gegeben hat, soll bis zum Jahr 2020 fertig sein - dem Jahr, in dem Limes Weltkulturerbe werden soll.

(-nau)
 
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