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Neuss
Logistik spielerisch erleben

Neuss. Beim Tag der Logistik haben Schüler und ihre Eltern im ehemaligen Güterbahnhof Gare du Neuss einen spielerischen Einblick in die Berufswelt der Branche erhalten. Die vielen Mitmach-Aktionen waren besonders beliebt. Von Marcel Kleifeld

Die Frage ist für Lukas kein Problem. "Welche Landeshauptstädte werden nur durch einen Fluss getrennt?" Wiesbaden und Mainz, weiß der Schüler. Auch Tim kennt sich aus. "Was bedeutet Fifo?" Fifo ("First In - First Out) meint, dass diejenigen Waren, die als erstes eingegangen sind, auch als erstes wieder aus dem Lager entnommen werden. Nicht schlecht! Am Stand von Dachser können die Schüler beim Logistik-Quiz ihr Wissen unter Beweis stellen. Es ist eine von vielen Aktionen.

Der Neusser Arbeitskreis Logistik der Mittelstandsvereinigung MIT hat im ehemaligen Güterbahnhof Gare du Neuss anlässlich des Tages der Logistik gestern eine Logistik-Messe veranstaltet. 23 Aussteller brachten den zumeist jungen Besuchern und deren Eltern sowie Lehrern rund 130 Berufe nahe. Sie zeigten die Vielseitigkeit ihrer Branche.

Ein Schwerpunkt der Messe war die spielerische Komponente. Die Besucher sollten sich "aktiv beteiligen und Spaß haben", sagte Anne Heuser, Mitarbeiterin bei Dachser. Im Rahmen des Logistik-Quiz des Unternehmens konnten die Schüler beispielsweise auch Kartons einscannen und sich im Lkw-Cockpit umschauen.

An den Messe-Ständen standen viele Azubis für Fragen zur Verfügung. So erhielten die Jugendlichen aus erster Hand Informationen über Arbeitsabläufe, Bewerbungsprozesse und das Betriebsklima der verschiedenen Unternehmen.

"Es ist wichtig, die große Bedeutung der Logistik hervorzuheben", sagte Bärbel Edith Kohler vom MIT-Arbeitskreis der Logistik. Logistik sei alles andere als langweilig, sondern eine hoch technisierte Branche mit einem großen Bedarf an Fachkräften, betonte die Mitorganisatorin der Messe. Eine Mutter lief mit ihrer Tochter an Kohler vorbei. "Es war sehr interessant hier, vielen Dank", lobte sie. Die Tochter schaute nicht ganz so enthusiastisch. Dabei hätte sie allen Grund gehabt. Sie hat während der Messe einen Praktikumsplatz ergattert.

Die Vierergruppe Benedict (14), René (13), Tim (14) und Jan stöberte sehr interessiert durch den alten Güterbahnhof. Benedict hielt reichlich Infomaterial in der Hand. Er wolle sich vor allem über den Beruf des Speditionskaufmannes informieren, sagte er. Die Messe sei dafür eine ideale Plattform. Am meisten Spaß bereitete ihm die Lkw-Simulation. Seine drei Freunde stimmten ihm zu.

Auch ein anderer Junge hatte seinen Spaß an der virtuellen Fahrt mit dem 40-Tonner. Lässig saß er in dem Sitz, schaute auf die drei Bildschirme und lenkte mit einer Hand. Er schaltete hoch, beschleunigte, verzichtete auch in den Kurven auf seine Bremse. Die 80 km/h waren jedoch zu schnell. Die Übermut wurde bestraft. Wenig später fand er sich mit dem Lkw auf dem Grünstreifen wieder. Beim zweiten Versuch fuhr er deutlich langsamer - mit beiden Hände am Lenkrad.

Nicht weniger beliebt war auch die Probefahrt mit einem Gabelstapler. Anders als der 40-Tonner war der auch real.

Quelle: NGZ
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