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Neuss
Lokalrunde füllt Kneipen der Innenstadt

Neuss: Lokalrunde füllt Kneipen der Innenstadt
Die Rockabilly-Formation Johnny and the Hot Rods spielte im Bistro am Hamtor - eine der Überraschungen der Lokalrunde. FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Die 17. Auflage der Neusser Lokalrunde brachte den Bands viel Spaß, den Musikfans die größte Auswahl an Live-Musik in der Stadt und den Wirten gut gefüllte Gaststätten. Überraschenderweise wurde die Musikmeile sogar länger als geplant. Von Ute Böhm

Live-Musik in gut gefüllten Lokalen - das Konzept der Neusser Innenstadtwirte zur Lokalrunde ging auf. Musikfreunde aus Neuss und Umgebung ließen sich nicht zweimal bitten und genossen die von den Wirten spendierte Runde Musik. Von Rock und Blues bis hin zu leiserer Piano Musik konnten die Fans von handgemachten Tönen wählen. Ein Streifzug durch die bunte Kneipenlandschaft lohnte, denn eine solche Auswahl an Live-Musik an einem Abend gibt es nur einmal in Jahr.

Für die Musikszene ist die Lokalrunde wie ein großes Klassentreffen. Neusser Künstler und ihre Kollegen spielen in den Kneipen, wer nicht auftritt ist trotzdem dabei, um die Kollegen zu sehen. Gäste und Wirte genossen den Abend, auch wenn die Wetterbedingungen angenehmer hätten sein können. Statt an einem lauen Frühlingsabend von Lokal zu Lokal zu schlendern, war eher ein schneller Schritt nötig, um sich dann ein Plätzchen in einer vollen Kneipe zu suchen. Im Café Wunderbar zeigten Titschy & Friends, dass der Neusser Allrounder Markus Titschnegg seine Karnevals-Session endgültig beendet hat. "Es tut richtig gut, wieder Rockmusik zu machen," sagte Titschnegg. Er ist ein Freund der Lokarunde: "Ich bin froh, dass sich das Konzept so durchgesetzt hat." In der Formation des Abends spielte er zum ersten mal - ohne Probe. Für die Vollblutmusiker kein Problem. Das Publikum ging mit, denn es wurde ein breites Spektrum geboten.

Im Vogthaus setzten Infused auf Rock und Blues ohne technische Spielerei, alles was es da zu hören gab, kam aus den Instrumenten und der Kehle der Sängerin. Dem bunt gemischten Publikum gefiel es: "Wer hier nicht war, der hat etwas verpasst," erklärte einer der Zuhörer. Wer ein Freund der spanischen Musik ist, war im Kleeberg gut aufgehoben. Rumba Gitana brachte den Latin-Rhythmus mit und bewegte die Besucher im wörtlichen Sinn.

Dabei sind die Musiker auch für Überraschungen gut. Schnell sprach sich herum, dass zur Lokalrunde sogar noch eine 17. Bühne hinzugekommen war. Johnny and the Hot Rods rockten das noch junge Bistro am Hamtor. Die Rock'n'Roll- und Rockabilly-Formation um Jonny Yuma trat bereits zum zwölften Mal bei einer Lokalrunde auf. "Das macht mal wieder so richtig Spaß hier zu spielen. Es ist voll, die Leute haben Spaß und wir auch", erklärte der Frontmann. Improvisieren musste die ausgewiesene Musikkneipe Hamtorkrug, denn die angekündigte Band Johannes Palm & Friends musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Innerhalb kurzer Zeit war mit dem jungen Musiker Can Yalin Ersatz gefunden, der mit seiner Gitarre den Laden zum Tanzen brachte.

Insgesamt ging das Konzept der Innenstadtwirte auf. Mit dem gemeinsamen Angebot, Live-Musik im größeren Stil in die Innenstadt zu bringen, lockten sie nicht nur die Neusser vom Sofa. Sogar aus Viersen waren Fans gekommen und zeigten sich begeistert. In der Stadt herrschte eine entspannte Stimmung, nicht zuletzt weil die Besucher Spaß an der gebotenen Musik hatten, sondern auch weil die Musiker Lust hatten, ihr Publikum zu begeistern.

Quelle: NGZ
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